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Franz Steiner Verlag
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Bettina Emmerich

Geiz und Gerechtigkeit

Ökonomisches Denken im frühen Mittelalter

1. Auflage 2004.
334 S.
Kartoniert
ISBN 978-3-515-08041-5

Kurztext

Wie dachten sich die Menschen des frühen Mittelalters ihre Ökonomie? Theologen propagieren Schenkungen, herrscherliche Gesetze verurteilen Gewinnstreben und Geiz, verordnen gerechte Maße und Preise. Bisher galt dies als irrationale Fehlleistung einer vormodernen Gesellschaft – gemäß dem Deutungsmuster der rationalen Ökonomie neoklassischer Prägung. Dies aber ignoriert – als Produkt des 19. Jahrhunderts – andere als auf Gewinn orientierte Wirtschaftsweisen und stellt zentrale Teile frühmittelalterlichen Wirtschaftens ins Abseits: Schenkungen, Gaben, Gütertausch, Wucher- und Zins-Verbote. Sie werden hier nicht als Fehlleistungen, sondern gerade als Charakteristik des mittelalterlichen Wirtschaftens und Denkens dargestellt.

"Die hervorragende Studie von Bettina Emmerich hat viel dazu beigetragen, dass mehr Licht ins Dunkel der Wirtschaftsgeschichte des frühen Mittelalters gebracht wurde." Rezensionen.ch

"Dieser doppelte Ansatz macht die Studie hochinteressant, zumal die flüssige Diktion eine anregende und kurzweilige Lektüre ermöglicht. […] eine höchst verdienstvolle Studie zum vornehmlich karolingerzeitlichen ökonomischen Denken, das man zukünftig sicherlich nicht mehr beweisen muss. Viele neue Detailbeobachtungen und vor allem der hergestellte Konnex zwischen den Kurzinformationen aus den vereinzelten Quellen, nicht zuletzt auch das umfängliche, die allerneuesten Werke berücksichtigende Literaturverzeichnis empfehlen diese Dissertation allen denjenigen zur Anschaffung, die sowohl an den ‚harten‘ wirtschaftsgeschichtlichen Faktoren als auch an ideengeschichtlichen Fragestellungen interessiert sind." sehepunkte

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