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Franz Steiner Verlag
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Horst Kranz, Walter Oberschelp

Mechanisches Memorieren und Chiffrieren um 1430

Johannes Fontanas Tractatus de instrumentis artis memorie

1. Auflage 2009.
167 S., 33 s/w Abb.
Gebunden
ISBN 978-3-515-09296-8

Kurztext

Die Künste der Erinnerung und der Verschlüsselung nahmen in der Renaissance einen großen Aufschwung. Der venezianische Gelehrte Johannes Fontana führte diese Entwicklungen um 1430 in einer größeren Abhandlung zusammen. Sein darin eingefügter Tractatus de instrumentis beschreibt und illustriert Geräte, die ein mechanisches Speichern und Kombinieren, vor allem auch ein Verschlüsseln von Information gestatten.
Das Buch stellt im ersten Teil den Autor und sein Œuvre vor. Der zweite Teil bringt den lateinischen Text des Gerätetraktats mit Übersetzung und informatisch-kryptologischer Analyse. Das Ergebnis überrascht: Bisher gilt L. B. Alberti 1466 als Erfinder der später als Vigenère-Verschlüsselung bezeichneten Technik. Doch existierten technische Konzeptionen und somit auch die gedanklichen Voraussetzungen der polyalphabetischen Verschlüsselung mit Chif­frier-Scheiben, Walzen und anderen Geräten bereits mehr als eine Generation zuvor. Diese besitzen bis heute ihren Stellenwert in der Informatik.

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