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Kurztext
Kindheit im Licht und Schatten der antiken Sklaverei: Der vorliegende Tagungsband greift einen wichtigen Einzelaspekt der antiken Familienforschung auf. Das Schicksal von Sklavenkindern zwischen Ausbeutung und Zuneigung wird dabei auf Grundlage unterschiedlicher Quellengattungen (literarische Texte, Rechtscorpora, inschriftliche und archäologische Zeugnisse) beleuchtet. Außer Beiträgen, die den Bogen zwischen Moderne und Antike spannen, werden Kernbereiche wie das Aufwachsen von Sklavenkindern und die Kinderarbeit thematisiert.
Heinz Heinen, geb. 1941, studierte Klassische Philologie und Alte Geschichte an der Université Catholique de Louvain / Belgien.
1966: Promotion an der Universität Tübingen.
1970: Habilitation an der LMU München.
1971: Außerplanmäßiger Professor an der Universität Saarbrücken.
1971–2006: Ordentlicher Professor für Alte Geschichte an der Universität Trier.
Seit 1998: Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz.
Seit 2000: Leiter des Projekts "Forschungen zur antiken Sklaverei".
[Von Heinz Heinen erschienene Publikationen]
Johannes Deissler, geb. 1968, studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Alte Geschichte, Publizistik, Politikwissenschaft und Klassische Philologie.
2000: Promotion an der Universität Mainz.
Seit 2000: Wissenschaftlicher Angestellter des Akademievorhabens Forschungen zur antiken Sklaverei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz.
[Von Johannes Deißler erschienene Publikationen]
ISSN 0071-7665
Begründet von Joseph Vogt. Im Auftrag der Kommission für Geschichte des Altertums der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz herausgegeben von Heinz Bellen und Heinz Heinen.
Der Sieg der Sowjetunion im 2. Weltkrieg und die nachfolgende Durchsetzung des Kommunismus in den Ländern Osteuropas hatten auch zur Folge, dass sich der Westen intensiver als bisher mit der Geschichtslehre des Marxismus konfrontiert sah. In ihrer osteuropäischen Prägung entwarf diese Lehre eine Linie der historischen Entwicklung, die von der klassenlosen Urgesellschaft der Menschheit über die antike Sklaverei, den mittelalterlichen Feudalismus, den Kapitalismus der Neuzeit zur proletarischen Revolution und schließlich zur klassenlosen Gesellschaft des Kommunismus führe. In den Jahren der Nachkriegszeit wurde diese auf den Sieg des Kommunismus angelegte Geschichtskonzeption als große Herausforderung empfunden. In dieser Situation rief der Tübinger Althistoriker Joseph Vogt als Mitglied der Mainzer Akademie 1950 das Arbeitsvorhaben "Forschungen zur antiken Sklaverei" ins Leben, um eine Antwort der freien Welt auf die kommunistische Lehre von der antiken Sklavenhalterordnung zu entwickeln. Um diesem Projekt ein eigenes Profil zu geben, wurde 1967 die Reihe Forschungen zur antiken Sklaverei begründet. Ergänzend erschien 1971 die "Bibliographie zur antiken Sklaverei", deren mittlerweile dritte Auflage in die Beihefte der Forschungen zur antiken Sklaverei aufgenommen wurde. Außerdem umfassen die Beihefte namenkundliche Repertorien und die Aufbereitung schwieriger Texte durch Übersetzung und Kommentar. In diesem Rahmen erscheint auch das "Corpus der römischen Rechtsquellen zur antiken Sklaverei" und das "Handwörterbuch der antiken Sklaverei", das den Ertrag der internationalen Sklavereiforschung in lexikalischer Form darlegt. Die beeindruckende Ausweitung des Akademievorhabens "Antike Sklaverei" hat dazu geführt, dass sich das Projekt längst von seinem ursprünglichen Ausgangspunkt, der Auseinandersetzung mit der marxistischen Theorie von der antiken Sklavenhaltergesellschaft, wegentwickelt hat und Teil einer viel umfassenderen Wirtschafts-, Gesellschafts- und Mentalitätsgeschichte geworden ist, wie sie für die moderne deutsche und internationale Geschichtswissenschaft charakteristisch ist.
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