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Johannes M. Geisthardt

Zwischen Princeps und Res Publica

Tacitus, Plinius und die senatorische Selbstdarstellung in der Hohen Kaiserzeit

2015.
430 S.
Gebunden
ISBN 978-3-515-10843-0

Kurztext

Nach der Schlacht von Actium entwickelte sich im Imperium Romanum der Prinzipat als neues Herrschaftssystem, das bis zur Regierung Trajans (98–117 n. Chr.) voll ausgebildet war und die Mitglieder der senatorischen Elite vor enorme Herausforderungen stellte. Denn während der permanente Konkurrenzkampf um Macht und Einfluss unter den höchsten aristokratischen Funktionsträgern des Imperiums keineswegs geringer geworden war, musste nun in allen Bereichen der Princeps als die systembeherrschende Größe stets mitberücksichtigt werden.

Insbesondere die Analyse der literarischen Selbstdarstellung der beiden Senatoren Tacitus und Plinius gibt dabei Aufschluss über mögliche Strategien, wie durch die Affirmation der trajanischen Herrschaftsdarstellung und die gleichzeitige Distanzierung die Unabhängigkeit der Senatoren weiterhin behauptet sowie die Authentizität ihrer Schriften gewahrt werden konnte. So entstehen zwischen Princeps und Res Publica zwei eindrückliche senatorische Selbstbildnisse, deren Autoren sich als selbstbewusste Systemträger zu inszenieren wissen. Literatur erscheint in diesem Kontext nicht zuletzt als ein Instrument im Konkurrenzkampf einer hochkompetitiven imperialen Elite.

> Titelinformation (pdf)

Rezensionen

"G.'s book provides scholars with an excellent analysis of senatorial self-representation in the High Empire. It is well structured, has strong arguments, a highly conceptual conclusiveness and demonstrates an extraordinary expertise in dealing with the sources."
Sven Page, The Classical Review 67, 2017/1

"gut lesbare[] [...], ungewöhnlich anregende[] und nützliche[] Dissertation"
Meinolf Vielberg, Historische Zeitschrift 305, 2017/2

"sehr gelungen[…] und methodisch klar durchdacht[…]"
Andreas Raffeiner, Journal on European History of Law, 2017/1

"...ein stilistisch anspruchsvolles Buch [...] mit neuen und überzeugenden Ansätzen für die Interpretation der plinianischen und taciteischen Werke..."
Jack W. G. Schropp, Anzeiger für die Altertumswissenschaft 68, 2015/3-4

"The book has many qualities: precise handling of texts, acute judgement, wide reading, polite but firm polemic, an engaging style, and a strong structure."
Christopher Whitton, Histos 9, 2015

"...ein Zugewinn für alle, die sich mit Fragen der Elitenrepräsentation und der Rolle literarischer Texte für soziale Distinktion beschäftigen. Der Autor analysiert sorgfältig, detailreich und wortgewandt."
Laura Diegel, H-Soz-Kult, 07.09.2015

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Caillan Davenport, Sehepunkte 16, 2016/3

Isabelle Künzer, Gymnasium 123, 2016/3

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