Der ethnographische Topos in der Alten Geschichte

Annäherungen an ein omnipräsentes Phänomen

Der ethnographische Topos in der Alten Geschichte

Annäherungen an ein omnipräsentes Phänomen

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Die literaturwissenschaftliche Ausrichtung der althistorischen Quellenkritik in den letzten Jahrzehnten hatte fundamentale Auswirkungen auf die Deutung ethnographischer Texte. Durch diesen Forschungsfokus ist die Analyse möglicher Realitätsbezüge weitgehend in den Hintergrund getreten. Bisweilen wird den Aussagen über fremde Völker sogar jedweder Wahrheitsgehalt abgesprochen. Ein wichtiges Element dieser Forschungsproblematik sind Topoi, die in den antiken Texten praktisch omnipräsent sind. Trotz dieser besonderen Bedeutung liegt bis heute keine umfangreiche Betrachtung zum Toposbegriff aus Perspektive der Alten Geschichte vor.

Die Autoren analysieren das Phänomen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und nähern sich interdisziplinär dem Toposbegriff an. In Einzelstudien betrachten sie die Begriffsherkunft, untersuchen die Topoi über Perser, Karthager, Juden und Germanen und arbeiten den Wahrheitsanspruch antiker Autoren heraus, um so Merkmale des althistorischen Toposbegriffes zusammenzufassen.

"Es kann als großes Verdienst des Sammelbandes gewertet werden, nun eine objektiv(er)e Sicht auf die Geschichte geschaffen und zeitgleich eine zunehmende Abwendung von 'Geschichten' bewirkt zu haben."

Sonja Schreiner, Wiener Studien 134, 2021/1
Reihe Hamburger Studien zu Gesellschaften und Kulturen der Vormoderne
Band 10
ISBN 978-3-515-12870-4
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2020
Umfang 164 Seiten
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch