Gerd Höschle

Die deutsche Textilindustrie zwischen 1933 und 1939

Staatsinterventionismus und ökonomische Rationalität
Gerd Höschle

Die deutsche Textilindustrie zwischen 1933 und 1939

Staatsinterventionismus und ökonomische Rationalität

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Bei der wirtschaftshistorischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus wurde die Konsumgüterindustrie bislang vernachlässigt.
Dabei ist gerade die umfassende staatliche Regulierung der Textilindustrie – wichtigster Vertreter dieses Sektors – höchst bedeutsam, da sie dem NS-Regime als wirtschaftspolitisches Experimentierfeld diente. Gleichwohl gelang es einer größeren Anzahl von Textilunternehmen, mit beachtlichem Gewinn zu wirtschaften. Entscheidend hierfür war die positive Reaktion auf ein staatlicherseits installiertes, an den Regimezielen orientiertes Anreizsystem, das eine Umgehung der rigiden Einschränkungen ermöglichte. Die Kehrseite der NS-Textilpolitik war aber eine seit 1937 bestehende qualitative und quantitative Unterversorgung der deutschen Bevölkerung.

"This is one of the books that remind us that economic history is the ever-vigilant conscience from yesterday that has to be considered today."

Business History

"… eine sehr überzeugende und zudem gut lesbare Untersuchung…"

H-Soz-u-Kult

"…füllt Höschle mit seiner Arbeit zur Textilindustrie eine Forschungslücke in der Wirtschaftsgeschichte des Nationalsozialismus und liefert wichtige Erkenntnisse sowohl zu der schwierigen Charakterisierung der Wirtschaftsordnung im Dritten Reich als auch zur Natur des nationalsozialistischen Wirtschaftsaufschwunges in den Dreißigerjahren."

sehepunkte

"Höschle’s study will be an indispensable resource for scholars who are interested in the economic development of this German manufacturing sector during the Nazi period. Its comparative methodology, large sample section, and wealth of archival material will make this study a standard for further research…"

Business History Review

"Alle vier Studien gehören deshalb in den Bücherschrank eines jeden, der sich für Unternehmen im ‚Dritten Reich‘ interessiert, und sie zeigen einmal mehr, wie sehr das Niveau der deutschen Unternehmensgeschichtsschreibung dank des ‚NS-Booms‘ der letzten rund zehn Jahre angestiegen ist."

Zeitschrift für Unternehmensgeschichte, 2009/2
Reihe Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte
Band 174
ISBN 978-3-515-08531-1
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2004
Umfang 368 Seiten
Abbildungen 11 s/w Abb., 87 s/w Tab.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch