Leibniz-Porträt oder Leibniz-Büste?
Leibniz-Porträt oder Leibniz-Büste?
Während an der Berliner Akademie der Wissenschaften die Gestalt ihres Initiators Gottfried Wilhelm Leibniz als „Erinnerungsort“ seit ihrer Begründung (1700) eine überragende Rolle spielt, tat sich die 1949 ins Leben getretene Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur mit diesem Erbe schwer. Immerhin hatte Leibniz seine wegweisenden Akademie-Denkschriften an der Wende von den 1660er zu den 1670er Jahren nirgendwo anders als in Mainz, am Hof des Kurfürsten Schönborn, verfasst.
Die Studie zeichnet den mühsamen Weg nach, bis die Akademie in den 1960er Jahren zwar keine Kopien der beiden wichtigsten Leibniz-Gemälde – von Bernhard Francke in Braunschweig und Johann Friedrich Wenzel in Berlin – erwarb, aber immerhin einen Abguss der ältesten Leibniz-Büste von Johann Gottfried Schmidt in Hannover. Damit war dann jedoch der Bann gebrochen: Die Leibniz-Medaille wurde, für besondere Förderer der Akademie, eingerichtet, Leibniz ziert zudem nicht nur das Siegel der Akademie, sondern auch die Amtskette des Präsidenten/der Präsidentin. Leibniz ist auf dem Weg, in den Rang eines geistigen Vaters und Impulsgebers der Akademie aufzusteigen.
| Reihe | Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. Geistes- und sozialwissenschaftliche Klasse |
|---|---|
| Band | 2026.2 |
| ISBN | 978-3-515-14244-1 |
| Medientyp | Buch - Broschiert |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | Franz Steiner Verlag GmbH |
| Umfang | 24 Seiten |
| Abbildungen | 6 farb. Abb. |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch, Englisch |