Rainer Bernhardt

Luxuskritik und Aufwandsbeschränkungen in der griechischen Welt

Rainer Bernhardt

Luxuskritik und Aufwandsbeschränkungen in der griechischen Welt

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Die bisherige Forschung hat sich auf die relativ gut überlieferten römischen leges sumptuariae konzentriert. Dagegen blieb eine umfassende Darstellung der Aufwandsbeschränkungen in griechischen Städten ein Desiderat. Der Grund dafür dürfte in der erheblich schlechteren Quellenlage zu suchen sein. Denn die Überlieferung der einschlägigen griechischen Gesetze ist in vielen Fällen bezüglich Inhalt und Datierung unklar und zweifelhaft und außerdem über die ganze griechische Welt zerstreut, so dass die tradierten gesetzlichen Maßnahmen nicht aus sich selbst heraus verstanden werden können.

Deshalb weitet die vorliegende Untersuchung das Spektrum auf die gesamte Luxuskritik in der griechischen Literatur von der archaischen Epoche bis in die römische Kaiserzeit aus. Sie beschäftigt sich mit der Definition des Luxus, den Erziehungszielen, Vorbildern und Feindbildern der Luxuskritiker sowie den einzelnen Luxusartikeln und versucht in diesem Rahmen die überlieferten Gesetze auf Echtheit, Inhalt und Datierung zu überprüfen. Damit leistet sie zugleich einen Beitrag zu der in letzter Zeit vieldiskutierten Frage nach dem Verhältnis zwischen Philosophie und praktischer Politik in griechischen Staaten.

ein Werk "…das in Zukunft als Hilfsmittel und Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit der antiken Sitten- und Aufwandsgesetzgebung unentbehrlich sein wird."

Historische Zeitschrift 280, 3
Reihe Historia – Einzelschriften
Band 168
ISBN 978-3-515-08320-1
Medientyp Buch - Gebunden
Auflage 1.
Copyrightjahr 2004
Umfang 423 Seiten
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch