Peripherie-Denken

Transformation und Adaption des Gottes Silvanus in den Donauprovinzen (1.–4. Jahrhundert n. Chr.)

Peripherie-Denken

Transformation und Adaption des Gottes Silvanus in den Donauprovinzen (1.–4. Jahrhundert n. Chr.)

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Silvanus war einer der populärsten Götter in den Donauprovinzen. Er prägte das religiöse Leben verschiedener sozialer Schichten der Provinzialbevölkerung vor allem in den wichtigsten Städten in diesem Teil des Imperium Romanum. Silvanus unterscheidet sich dabei allerdings radikal von seinem italischen Archetypus. Dies wurde in der Forschung mit dem Phänomen des Synkretismus zwischen dem italischen Gott und einem illyrischen, gallischen sowie dakischen Gott erklärt.

In Peripherie-Denken wird für diese Differenz eine neue Erklärung angeboten. Hierbei liegt der analytische Fokus nicht auf dem 'ontologischen' "Warum" der Begründung, sondern auf dem funktionalen "Wie" der Beschreibung: Die Prozesse, die die Transformationen des italischen in den Silvanus der Donauprovinzen strukturieren, stehen im Zentrum der Untersuchung. Ein anderer Schwerpunkt liegt in der Analyse des Beitrages der Religion für die soziale Integration in einer globalen Konstellation.

Das Buch stellt nicht nur religiöse Prozesse in einem imperialen Kontext dar, es leistet auch einen Ansatz für eine neue methodologische Herangehensweise an das System Religion.

Reihe Potsdamer altertumswissenschaftliche Beiträge
Band 35
ISBN 978-3-515-09945-5
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2012
Umfang X, 312 Seiten
Abbildungen sowie 13 Taf. mit 35 Abb.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch