Alexander König

Wie mächtig war der Kaiser?

Kaiser Wilhelm II. zwischen Königsmechanismus und Polykratie von 1908 bis 1914
Alexander König

Wie mächtig war der Kaiser?

Kaiser Wilhelm II. zwischen Königsmechanismus und Polykratie von 1908 bis 1914

60,00 €*

Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Aktuell werden Bestellungen ausschließlich nach Deutschland geliefert. Falls Sie eine Lieferung außerhalb Deutschlands wünschen, nutzen Sie bitte unser Kontaktformular für eine Anfrage.

lieferbar in ca. 2-4 Werktagen

Der Deutsche Kaiser Wilhelm II. beanspruchte für sich, persönlich die Regierungsgeschäfte zu führen. Doch ob er dies wirklich tat, war schon unter Zeitgenossen umstritten. Nach verschiedenen Skandalen wandelte sich auch sein mediales Auftreten nach 1908: Der Kaiser wurde zurückhaltender. Machtgefüge und politische Praxis wirkten verändert. Regierte er deshalb weniger, war er bereits auf dem Weg zum "Schattenkaiser" des 1. Weltkrieges?
In der Forschung standen sich bisher zwei sich scheinbar ausschließende Deutungsmuster gegenüber: der "Königsmechanismus" (John Röhl) und die "Polykratie miteinander rivalisierender Machtzentren" (Hans-Ulrich Wehler). Der Autor überprüft beide Modelle und untersucht ihre Tragfähigkeit für den Zeitraum von 1908–1914.

"Die sorgfältig erarbeitete Dissertation widmet sich der öffentlichen Wahrnehmung des Kaisers bis zum Kriegsausbruch, sie beschreibt seine Rolle in der Innenpolitik, analysiert die Kabinette des Monarchen, um mit Außenpolitik, Militär und Marine zu schließen. […] Eine gut lesbare Arbeit, kompetente Quelleninterpretationen, Konzentration auf Wesentliches, Erarbeitung von historisch-vergleichenden Fragestellungen, ein substantielles Urteil."

Michael Fröhlich, Geschichte für heute 4, 2011/3

"Durch die genaue Rekonstruktion der Abläufe zwischen Verwaltung und Monarch erschließt König … eine neue Ebene. Hier wird, gewissermaßen aus dem Blickwinkel der Kabinette, noch einmal deutlich, wie das Regierungssystem des Kaiserreichs sowohl an einem überforderten, die notwendige Koordination nicht bewältigenden Monarchen litt, als auch an nie gelösten organisatorischen Inkongruenzen im Gefüge der wichtigsten preußischen bzw. Reichsinstitution. In diesem Sinne liefert König nicht nur einen vermittelnden Ansatz zur andauernden Diskussion zum ’persönlichen Regiment’ zwischen den im Titel anklingenden Positionen Röhls (Königsmechanismus) und Hans-Ulrich Wehlers (Polykratie), sondern auch einen Beitrag zur Debatte um die Zukunftsfähigkeit des politischen Systems des Kaiserreichs."

Martin Kohlrausch, sehepunkte 10, 2010/5

"Als akademisches Erstlingswerk ist diese Dissertationsschrift … überaus bemerkenswert: methodisch gediegen, heuristisch erschöpfend und analytisch überzeugend."

Dr. Michael Brabänder, Praxis Geschichte, 2010/6
Reihe Historische Mitteilungen – Beihefte
Band 73
ISBN 978-3-515-09297-5
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2009
Umfang 317 Seiten
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch