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Uwe Lübken

Bedrohliche Nähe

Die USA und die nationalsozialistische Herausforderung in Lateinamerika, 1937–1945

1. Auflage 2004.
438 S.
Gebunden
ISBN 978-3-515-08509-0

Kurztext

Mit der scheinbar unaufhaltsamen räumlichen Expansion des NS-Staates in Europa wurde in den USA die Frage immer lauter diskutiert, welche Konsequenzen dieser Prozess für die westliche Hemisphäre haben werde. Dabei richtete sich der Blick besonders auf Lateinamerika. Militärisch allem Anschein nach über die Meerenge zwischen Westafrika und Brasilien leicht verwundbar, intern vermeintlich geschwächt durch die Wühlarbeiten der deutschen „Fünften Kolonne” und zudem anfällig für ökonomische und politische Avancen der Achsenmächte, erschienen die Staaten südlich des Rio Grande vielen US-Amerikanern als Achillesferse des Doppelkontinents.

Die mit dem Imelmann-Preis der Universität zu Köln ausgezeichnete Arbeit untersucht auf breiter Quellenbasis den Realitätsgehalt dieser Bedrohungswahrnehmung, erläutert deren Funktion und Bedeutung für die interventionistische Globalstrategie Roosevelts und unterzieht die dabei verwendeten räumlichen und ideologischen Konstruktionen einer kritischen Analyse.
Darüber hinaus werden die US-amerikanischen Gegenmaßnahmen dargestellt – insbesondere im Bereich der Kulturpolitik in Lateinamerika.

"Lübken’s study is scrupulously researched and clearly as well as concisely presented." The International History Review

Gedruckt mit Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung

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