1. Auflage 2009.
337 S. Gebunden ISBN 978-3-515-09387-3
Kurztext
Die historiographische Darstellung der Organisationen des stadtr�mischen Volkes spiegelt den Erkenntnisfortschritt der deutschen Althistorie seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ebenso wie die vom Zeitgeist geleiteten Bedingungen von Forschung und Reflexion. Die Autorin �bertr�gt das geschichtstheoretische Modell einer Disziplin�ren Matrix (R�sen / Blanke) auf einen Gegenstand der Alten Geschichte und bringt Geschichtskultur und gesellschaftliche Praxis in einen systematischen Zusammenhang, der sich abl�sende und koexistierende historische Paradigmen zeigt. Durch die Einbeziehung der semantischen Dimension der Forschungsbeitr�ge in die wissenschaftshistorische Rekonstruktion werden die Sprach- und Gedankenbilder der Forscher transparent; die Beobachtung der Erkenntnis leitenden Metaphern und die Analyse des narrativen Stiles blicken hinter die Kulissen der Leitvorstellungen.
Margret Dissen studierte an der Universität Münster Germanistik und Geschichtswissenschaft. Nach dem Staatsexamen trat sie in den gymnasialen Schuldienst des Landes NRW ein. Nach dem Studium der Alten Geschichte an der Universität Duisburg-Essen wurde sie 2007 promoviert. Seit dem Wintersemester 2007/2008 ist sie an der Universität Duisburg-Essen im Bereich Alte Geschichte als Lehrbeauftragte mit den Schwerpunkten Späte römische Republik, Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte und antike Geschichtsschreibung tätig.
Herausgegeben von Kai Brodersen, Mortimer Chambers, Martin Jehne, François Paschoud und Aloys Winterling.
Ebenso wie die Historia. Zeitschrift für Alte Geschichte widmen sich die Einzelschriften der Erforschung der gesamten Epoche der griechisch-römischen Antike, d.h. der frühen wie der klassischen griechischen Geschichte, der Geschichte des Hellenismus, der Römischen Republik, der römischen Kaiserzeit und der Spätantike. Sie schließen dabei neben den politisch-historischen sowie wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Fragestellungen auch historiographische, religions- wie rechtshistorische, archäologische, numismatische und epigraphische Themen ein – sowie Untersuchungen zur Forschungsgeschichte der Altertumswissenschaften.
Gegründet nach dem Zweiten Weltkrieg von dem deutschen Althistoriker Karl Friedrich Stroheker und dem schweizerischen Althistoriker Gerold Walser, wird die Historia heute von Kai Brodersen, Mortimer Chambers, Martin Jehne, François Paschoud und Aloys Winterling herausgegeben. In den Einzelschriften sind mittlerweile über 200 Monographien erschienen – in englischer, deutscher, französischer und italienischer Sprache.