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Franz Steiner Verlag
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Kokou Azamede

Transkulturationen?

Ewe-Christen zwischen Deutschland und Westafrika, 1884–1939

1. Auflage 2010.
278 S., 49 s/w Abb.
Kartoniert
ISBN 978-3-515-09669-0

Kurztext

In dieser Untersuchung geht es um die kulturwissenschaftliche Analyse der (Auto-)Biografien von 20 westafrikanischen Mitarbeitern der Norddeutschen Missionsgesellschaft, die zwischen 1884–1900 in Württemberg ausgebildet wurden. Als Wanderer zwischen Europa und West-Afrika kehrten sie nach ihrer Lehrzeit in die missionarische Diaspora zurück. Dort wurden sie in den Dienst der NM gestellt, wobei sie sich zwischen Missionsordnung und afrikanischen kulturellen und religiösen Denkweisen bewegten.
Dank des einzigartigen Quellenmaterials läßt sich hier das ambivalente Zusammentreffen christlich-europäischer Gedankenwelt mit afrikanischen Traditionen in allen Facetten nachvollziehen. Im Zentrum des Bandes steht daher die Frage nach der Mission als Laboratorium für Transkulturationen avant la lettre. Der Autor zeigt, dass „hybride“ Lebens- und Aushandlungsräume mit ihren Überschreitungen, Zwischenräumen und Querverbindungen schon vor und während des europäischen Kolonialismus in Westafrika entstanden sind. Die Untersuchung versteht sich zudem als Teil der Mikrogeschichte der Ewe und damit der noch zu schreibenden Geschichte(n) Afrikas.

Rezensionen

Klaus Hock, Zeitschrift für Kirchengeschichte 01/2013

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