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Franz Steiner Verlag
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Elisabeth Knipf-Komlósi

Wandel im Wortschatz der Minderheitensprache

Am Beispiel des Deutschen in Ungarn

2011.
293 S., 6 s/w Abb., 13 s/w Tab.
Kartoniert
ISBN 978-3-515-09930-1

Kurztext

Zur Beschreibung des Wortschatzes von deutschen Sprachminderheiten im 21. Jahrhundert stellt dieser Band einen ersten soziolinguistisch fundierten Ansatz vor – am Beispiel der Dialektlandschaft der Batschka. Die empirischen Untersuchungen zu den dynamischen Prozessen (Variabilitat und Dynamik) zeigen, dass Veränderungen auf allen sprachlichen Ebenen vorhanden und überwiegend auf sprachexterne Ursachen zurückzuführen sind. Im Mittelpunkt steht dabei der Bereich des Wortschatzes, der Wortschatzwandel und der Wortbildungswandel.
Anhand zahlreicher authentischer Belege von Noch-Dialektsprechern aus mehreren Generationen werden die Veränderungen im Wortschatzbereich systematisch erfasst, analysiert und interpretiert. Nur im komplexen Gefüge von makro- und mikrosoziolinguistischer Faktoren können so die Veränderungen der einzelnen Wortschatzbereiche methodisch erfasst, der Wandel und dessen Ursachen im System und im Sprachgebrauch beleuchtet werden.
Durch den hier entwickelten Analyse- und Methodenansatz leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zur Kontaktlinguistik und trägt zu einer modifizierten Sicht der Sprachinseltheorie bei.

Rezensionen

"Der interdisziplinäre Methodenansatz dieser Untersuchung ist eine Kombination von sprachstrukturellen, soziolinguistischen und kontaktlinguistischen Herangehensweisen. Damit fügt sich KNIPF-KOMLÓSI in die Reihe namhafter Forscher wie HUTTERER, MANHERZ, FÖLDES und WILD, die die deutschen Dialekte in Ungarn vielseitig beschrieben und dokumentiert haben, ein."
Julia Haussmann, Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik LXXIX, 2012/2

"Der Leser wird in der Monografie, die einen fundierten Beitrag zur ungarndeutschen Kontaktlinguistik wie auch zur deutschen Dialektologie leistet, von der Entwicklung der Fragestellungen über deren Einbettung in den aktuellen Forschungsstand bis hin zur Datendarstellung und -auswertung zu bisher nicht publizierten Feststellungen über die soziolinguistische, morphosyntaktische und lexikalische Beschaffenheit der Wortschätze der Ungarndeutschen geführt, und dies in einer Sprache, die Wissenschaftlichkeit mit elegantem Stil verbindet."
Márta Müller, Spiegelungen. Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas 7 (61), 2012/2

Für ihre Erforschung der noch heute in Ungarn gesprochenen deutschen Dialekte erhielt Elisabeth Knipf-Komlósi den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis des DAAD.

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