Tiziana J. Chiusi (Hg.), Johanna Filip-Fröschl (Hg.), J. Michael Rainer (Hg.)

Corpus der römischen Rechtsquellen zur antiken Sklaverei (CRRS)

Teil 10.6: Juristisch speziell definierte Sklavengruppen. Servus fugitivus

Unter Mitarbeit von Georg Klingenberg (Mitarb.)

Tiziana J. Chiusi (Hg.), Johanna Filip-Fröschl (Hg.), J. Michael Rainer (Hg.)

Corpus der römischen Rechtsquellen zur antiken Sklaverei (CRRS)

Teil 10.6: Juristisch speziell definierte Sklavengruppen. Servus fugitivus

Unter Mitarbeit von Georg Klingenberg (Mitarb.)

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Das rechtliche Instrumentarium im Zusammenhang mit der Sklavenflucht ist vor allem am Ziel der Rückholung und Rückstellung orientiert. Neben die private Verfolgung durch den dominus trat der Aufbau einer staatlichen Rückholorganisation. Gegen Per- sonen, die flüchtigen Sklaven Unterschlupf boten (oft zum eigenen Vorteil, um deren Arbeitskraft zu nutzen), wurden delikts- und strafrechtliche Sanktionen entwickelt.

Die Juristen mussten die Frage des Besitzes am servus fugitivus klären; ebenso die Frage, wie von entlaufenen Sklaven vorgenommene Handlungen und Rechtsgeschäfte (z.B. Kauf und Verkauf von Sachen) zu beurteilen sind; andere Texte befassen sich damit, ob und in welchem Ausmaß im Rahmen von verschiedenen Rechtsverhältnissen für das Entlaufen eines Sklaven zu haften ist.

Auch nach Rückkehr oder Rückstellung behält der einmal entlaufene Sklave die rechtliche Qualifikation servus fugitivus. Bei Verkäufen von Sklaven muss die Fluchtneigung (zusammen mit anderen bestehenden Mängeln wie z.B. Krankheiten) kundgemacht werden, ansonsten ist der Käufer zur Wandlung (Rückabwicklung des Kaufes) oder Preisminderung berechtigt.

"[…] Klingenberg [hat] den schwierigen Spagat zwischen einer unprätentiösen Textpräsentation ad usum historici und einer eingehenden wissenschaftlichen Behandlung glänzend geschafft … "

Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte 125, 2008

"… eine profunde Einführung in die Thematik und erschließt die juristisch relevanten Texte vorbildlich."

Historische Zeitschrift 287, 2008

"… immer wieder höchst interessante Einsichten in die sozialen, ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse im Imperium Romanum. Schon deshalb sei dieser Band als lohnende Lektüre weit über den Kreis der Rechtshistoriker hinaus einem weiten Publikum empfohlen."

Das Historisch-Politische Buch, 2007/2
Reihe Forschungen zur antiken Sklaverei – Beihefte
Band 3.10.6
ISBN 978-3-515-08745-2
Medientyp Buch - Gebunden
Copyrightjahr 2005
Umfang XVI, 233 Seiten
Format 21,0 x 29,7 cm
Sprache Deutsch

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Handwörterbuch der antiken Sklaverei (HAS), Buchausgabe
Heinz Heinen (Hg.), Ulrich Eigler (Hg.), Peter Gröschler (Hg.), Elisabeth Herrmann-Otto (Hg.), Henner von Hesberg (Hg.), Hartmut Leppin (Hg.), Hans-Albert Rupprecht (Hg.), Winfried Schmitz (Hg.), Ingomar Weiler (Hg.), Bernhard Zimmermann (Hg.), Johannes Deißler (Red.), Andrea Binsfeld (Red.), Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier (Red.)
Handwörterbuch der antiken Sklaverei (HAS), DVD 1-5