Ein Netz von Schulden

Schuldbeziehungen und Gerichtsnutzung im spätmittelalterlichen Basel

Ein Netz von Schulden

Schuldbeziehungen und Gerichtsnutzung im spätmittelalterlichen Basel

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Der Alltag in einer spätmittelalterlichen Stadt wie Basel war von Schulden geprägt: Kleinkredite und Borgkäufe hielten die Wirtschaft in Schwung, Rentenkäufe ermöglichten langfristige Geldanlagen. Schuldverhältnisse verbanden Menschen aus der Stadt, aus dem Umland und auch aus größerer Distanz in ganz unterschiedlichen Konstellationen. Als wichtige Institution zum Verhandeln von ausstehenden Schulden aller Art erwies sich das Schultheissengericht. Hier konnten Gläubigerinnen und Gläubiger Zahlungsversprechen erwirken, Beschlagnahmungen androhen und Schulden einklagen.

Benjamin Hitz untersucht die Entstehung von Schulden in ihrem sozialen Kontext und beschreibt den Einfluss von Faktoren wie Geschlecht, Herkunft und Vermögenslage der Beteiligten ebenso wie die Nutzung des Gerichts durch verschiedene Personengruppen. Qualitative, an Microstoria und historischer Praxeologie angelehnte Ansätze verbinden sich mit quantitativen Netzwerkanalysen zu einem Gesamtbild der Basler Schuldenwirtschaft, die vielen die Teilnahme an der städtischen Ökonomie ermöglichte, sie aber auch in existentielle Schwierigkeiten bringen konnte.

Reihe Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte
Band 256
ISBN 978-3-515-13280-0
Medientyp E-Book - PDF
Copyrightjahr 2022
Umfang 445 Seiten
Abbildungen 46 s/w Abb., 20 farb. Abb., 72 s/w Tab.
Sprache Deutsch
Kopierschutz mit digitalem Wasserzeichen