Lebenswege zwischen Kloster und Welt
Lebenswege zwischen Kloster und Welt
Die Einführung der Wittenberger Reformation durch die landesherrliche Obrigkeit führte in Kursachsen in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zum Untergang sämtlicher Ordenshäuser. Die ernestinischen Landesherren forderten Mönche und Nonnen zu einer Abkehr von ihrer zölibatären und abgeschiedenen Lebensweise auf. Stattdessen erhoben sie im Sinne von Luthers Lehren Berufstätigkeit und eheliches Leben zu neuen Maximen der Lebensführung. Während zahlreiche Personen freiwillig ihre Klöster verließen, heirateten und als Pfarrer bald selbst die neue Lehre verkündeten, standen andere für ihre altgläubigen Überzeugungen ein und rangen über Jahrzehnte um den Fortbestand ihrer Ordenshäuser.
Die Studie geht umfassend auf das Verhältnis der ernestinischen Landesherrschaft zu den Klöstern und Ordensgeistlichen in den Grenzen des Territoriums ein und fragt nach dem Verbleib von Konventen und einzelnen Ordenspersonen. Dabei zeigt sich, dass nicht allein die Haltung dieser Menschen zu den Wittenberger Lehren, sondern vielfältige weitere Faktoren wie Geschlecht, Alter, soziale Herkunft, Bildung und wirtschaftliche Situation entscheidenden Einfluss auf den nachklösterlichen Lebensweg nahmen.
| Reihe | Quellen und Forschungen zur sächsischen und mitteldeutschen Geschichte |
|---|---|
| Band | 55 |
| ISBN | 978-3-515-14365-3 |
| Medientyp | Buch - Gebunden mit Schutzumschlag |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | Franz Steiner Verlag GmbH |
| Umfang | 851 Seiten |
| Abbildungen | 10 s/w Abb., 3 s/w Tab., 6 s/w Grafiken |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch |