Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis

Die BWP publiziert wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zu aktuellen Fragen der Berufsbildung. Sie fördert damit den Austausch zwischen Bildungsforschung, Bildungspraxis und Bildungspolitik. Jede Ausgabe widmet sich einem Schwerpunktthema und bietet so eine fundierte und vielschichtige Aufbereitung einer gegebenen Fragestellung. Dabei werden nicht nur nationale, sondern auch internationale Entwicklungen berücksichtigt. Die Zeitschrift enthält Nachrichten, Hinweise auf Veröffentlichungen und Veranstaltungen und dokumentiert Beschlüsse und Empfehlungen des BIBB-Hauptausschusses.

Die BWP richtet sich an Leserinnen und Leser in Bildungseinrichtungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, in Betrieben, Behörden und Institutionen der Bildungs- und Arbeitsverwaltung sowie in Kammern, Verbänden und politischen Organisationen.

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Herausgeber

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Redaktion

Christiane Jäger (verantw.)
Arne Schambeck

Alexandra Thomas
Laura Weber

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Redaktion BWP
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
DEUTSCHLAND

bwp@bibb.de

Redaktionsgremium

Dr. Stephanie Conein (BIBB)
Thomas Hagenhofer (Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien, Kassel)
Ute Hippach-Schneider (BIBB)
Dr. Marlise Kammermann (Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung, Zollikofen)
Christiane Köhlmann-Eckel (BIBB)
Prof. Dr. Dina Kuhlee (Universität Magdeburg, Institut I – Bildung, Beruf und Medien)
Mag. Kurt Schmid (Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft, Wien)
Dr. Michael Tiemann (BIBB)
Dr. Claudia Zaviska (BIBB)

Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis


Rahmendaten

ISSN 0341-4515 (Print)

Begründet: 1972

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Format: 21 x 29,7 cm

Jahresumfang: ca. 240 Seiten

Publikationssprachen: Deutsch

Veröffentlichungshinweise

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BWP - Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis

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Details

BWP Heftthemen

Die Corona-Pandemie hat in vielen gesellschaftlichen Bereichen einen Digitalisierungsschub ausgelöst – so auch in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Doch was bleibt? Welche neuen Impulse und Anforderungen ergeben sich daraus – jenseits kreativer Geschäftsmodelle – für das berufliche Lernen? Und wo stößt das digitale Lernen an Grenzen? Diese Fragen möchte die BWP-Ausgabe beantworten.
Die Fachkräftezuwanderung steht im Fokus der ersten BWP-Ausgabe im Jahr 2022. Diskutiert werden Strategien bei der Anwerbung, Qualifizierung und Integration ausländischer Erwerbspersonen. Neben strukturellen Rahmenbedingungen werden Initiativen auf Branchen- und Betriebsebene und Beratungsangebote betrachtet.
Bildungsentscheidungen und Berufswahl von jungen und Frauen und Männern unterscheiden sich. So wählen junge Frauen seltener eine duale Ausbildung und stattdessen eher vollzeitschulische oder höhere allgemeinbildende Qualifizierungswege. Wie kommt es zu diesen Unterschieden? Welche Folgen sind damit verbunden und welche Wirkungen können Maßnahmen entfalten, diesen geschlechtssegregierenden Tendenzen in Bildung und Beschäftigung entgegenzuwirken?
Der beruflichen Aus- und Weiterbildung wird eine wichtige Schlüsselfunktion zugesprochen, Menschen dafür zu sensibilisieren, ihr Handeln mit Blick auf ökologische, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen zu reflektieren. Doch wie lässt sich dieser hohe Anspruch einlösen und konkretisieren? Die BWP-Ausgabe verfolgt das Ziel, Nachhaltigkeit in seinen drei Dimensionen – sozial, ökonomisch und ökologisch – zu beleuchten und Hintergründe und Zusammenhänge zu veranschaulichen.
Für die Berufsbildung führt die Corona-Pandemie zu weitreichenden Änderungen, die nicht nur die Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt, sondern viele weitere Themen betreffen. Wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen sind durch die Krise Problemlagen besonders deutlich hervorgetreten und hat der Druck bei der Suche nach schnellen Lösungen viel Dynamik ausgelöst. Was davon wird bleiben und die Berufsbildung nachhaltig prägen?

Berufsübergreifende Kompetenzen geraten zunehmend in den Blick, wenn es darum geht, dem Wandel in der Arbeitswelt erfolgreich zu begegnen. Doch um welche Kompetenzen handelt es sich und wo liegt ihr spezifisches Potenzial? Die Beiträge dieser Ausgabe diskutieren Schlüsselkompetenzen im Zusammenspiel mit berufsspezifischen Fachkenntnissen und Fertigkeiten und zeigen auf, wie sie in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung gefördert werden können.
Ein zentrales Merkmal des beruflichen Lernens ist das Lernen an unterschiedlichen Orten. Zu den klassischen Lernorten – Betrieb, Schule, überbetriebliche Einrichtungen – sind weitere Akteure in den Regionen oder im Hochschulbereich hinzugekommen. Zudem erfolgt Lernen zunehmend digital und damit lernortunabhängig.

Welche Potenziale und Herausforderungen ergeben sich daraus für die Zusammenarbeit der Akteure? Und welche neuen oder neu interpretierten Konzepte und Kooperationsformen werden erprobt und etabliert, die das berufliche Lernen weiter profilieren? Hierzu will die BWP Denkanstöße geben, indem aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Beispiele guter Praxis vorgestellt werden.

Zum 1. Juli 2020 hat Deutschland unter dem Motto „Gemeinsam. Europa wieder stark machen.“ die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Wie kann der europäische Bildungsraum weiterentwickelt und die Berufsbildung in den Mitgliedstaaten gestärkt werden? Und welchen Beitrag leistet die Berufsbildung dazu, den Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten? Die Beiträge der Ausgabe bilanzieren bislang Erreichtes und zeigen Perspektiven auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die Förderung von Transparenz und Austausch zwischen den nationalen Bildungssystemen auf unterschiedlichen Ebenen: über Transparenzinstrumente, wie Qualifikationsrahmen, ESCO und Europass, und durch Kooperationen von Institutionen und Akteuren in Europa.
Das Pflegeberufegesetz sieht zahlreiche Änderungen für die Pflegeausbildungen vor. Bundeseinheitliche Rahmenpläne dienen den Ländern, Bildungsträgern und Pflegeschulen nun als Orientierung für die Entwicklung der Curricula und Ausbildungspläne. Zudem enthält das Gesetz u.a. auch Regelungen zur hochschulischen Erstausbildung und zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsabschlüsse. Die BWP-Ausgabe geht der Frage nach, wie sich durch diese Neuerungen die Qualifizierung in der Pflege verändern wird und wie die praktische Umsetzung begleitet werden kann.
Die berufliche Weiterbildung gewinnt infolge des rasanten Wandels in Arbeit und Beruf zunehmend an Bedeutung. Wichtige Treiber sind neben der digitalen Transformation die Globalisierung der Märkte und der demografische Wandel. Individuen und Unternehmen sind mehr denn je gefordert, in die Kompetenzentwicklung zu investieren, um den Wandel mitzugestalten und mit ihm Schritt halten zu können. Die nationale Weiterbildungsstrategie ruft gar eine neue Weiterbildungskultur aus. Die Frage, die im Mittelpunkt der BWP-Ausgabe steht, lautet: Welche Rahmenbedingungen finden Individuen und Unternehmen vor? Und wie muss sich Weiterbildung künftig aufstellen, um nicht nur passende Angebote, sondern vor allem auch passende Rahmenbedingungen zu bieten?
Mit über 400.000 Abschlussprüfungen im Jahr stellt das Prüfungswesen einen wichtigen Bereich des beruflichen Ausbildungssystems dar. Prüfungen geben nicht nur Auskunft über Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten des Individuums, sondern auch über die Leistungsfähigkeit des Berufsbildungssystems. Um beiden Funktionen gerecht zu werden, bedarf es einer kontinuierlichen Qualitätssicherung. Die BWP-Ausgabe geht der Frage nach, wie das Prüfungswesen mit dem Wandel in der Berufsbildung Schritt halten kann. Wie finden Forschungserkenntnisse Eingang in die Prüfungspraxis und wie bilden sich Veränderungen der Ausbildungspraxis in der Prüfungsgestaltung ab? Welche Anforderungen stellen sich an die Organisation von Prüfungen und an die Kompetenzen der zumeist ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer? Diese und weitere Fragen sind Gegenstand der BWP-Ausgabe.
Adressaten der Berufsbildung werden heterogener, ihre Lebensläufe und Erwartungen an das Berufsleben vielfältiger und die Anforderungen in Arbeit und Beruf ändern sich immer schneller. Wird das Berufsbildungssystem dieser Dynamik gerecht? Die BWP-Ausgabe richtet den Blick auf das System und fragt, wieviel Flexibilität ein hoch standardisierter Bildungsbereich wie die Berufsbildung verträgt – und ermöglichen muss. Und zwar sowohl mit Blick auf die Zugänge in Aus- und Weiterbildung, auf inhaltlich-curricularer Ebene wie auch in zeitlicher Hinsicht. Neben strukturellen Überlegungen geht es vor allem auch darum, Beispiele und Erfahrungen aus der Praxis vorzustellen.
In einer Gesellschaft, die durch ein hohes Maß an Beschleunigung und technologische Veränderung gekennzeichnet ist, gewinnt die Wertedebatte zunehmend an Bedeutung. Welche Rolle spielt werteorientiertes und gesellschaftlich verantwortliches Handeln in Wirtschaft und Arbeitswelt? Und wie können Werte zum Gegenstand der beruflichen Aus- und Weiterbildung gemacht werden? Hierzu stellen die Beiträge konzeptionelle Überlegungen vor und vermitteln Einblicke in die praktische Bildungsarbeit. Damit gibt die Ausgabe zahlreiche Anregungen zur Verbindung von Werteorientierung und Kompetenzvermittlung in der Berufsbildung.
Die Digitalisierung verändert berufliche Tätigkeiten und Berufsprofile in rasantem Tempo. Damit verbundene Qualifikationsanforderungen sollen in dieser Ausgabe ebenso in den Blick genommen werden wie Weiterentwicklungen des Lernens im Arbeitszusammenhang. Eine besondere Rolle spielt dabei perspektivisch das Thema künstliche Intelligenz. Wie verändern Maschinen und Systeme, die sich selbst verbessern und eigenständig handeln, die Arbeitswelt? Und was bedeutet dies für die berufliche Qualifizierung von Fachkräften? Auch hierzu versuchen die Beiträge in der BWP erste Antworten zu geben.
Auf dem berufsförmig organisierten Arbeitsmarkt in Deutschland kommt der beruflichen Qualifikation nach wie vor eine große Bedeutung zu. Die im internationalen Vergleich geringe Jugendarbeitslosenquote rückt die zweite Schwelle in den Blick und wirft die Frage auf, wie der Einstieg ins Erwerbsleben nach einer beruflichen Erstqualifikation gelingt und welche Perspektiven eine berufliche Qualifikation – auch in Abgrenzung zu einem akademischen Abschluss – im weiteren Erwerbsleben bietet. Hierzu werden in der Ausgabe Forschungsergebnisse, betriebliche Konzepte und Bildungsangebote vorgestellt.


Wie wird berufliche Bildung dem Anspruch gerecht, eine Erstausbildung für alle zu bieten und entsprechende Karriereperspektiven zu ermöglichen? Angesichts rückläufiger Ausbildungszahlen geht diese Ausgabe der Frage nach, welche Jugendlichen sich für eine Berufsausbildung entscheiden, welche Motive sie dabei verfolgen und wie sie den Weg in eine Ausbildung finden. Gleichzeitig richtet sich der Blick auch auf Unterstützungsangebote, die Jugendlichen diesen Zugang erleichtern.
Bei der Gestaltung der Berufsbildung sind Akteure aus Wissenschaft, Politik und Praxis gleichermaßen gefragt. Doch wie kann der Dialog trotz oder gerade aufgrund der unterschiedlichen Logiken und Interessen zu tragfähigen Konzepten und Lösungen führen? Und welche Spannungsfelder gilt es dabei zu überwinden oder als Potenziale zu nutzen? Die Ausgabe widmet sich diesen Fragen und zeigt anhand von ausgewählten Handlungs- und Forschungsfeldern Zugänge auf.
Programmförderung spielt eine wichtige Rolle im Berufsbildungssystem. Sie kann Innovationen vorantreiben, das System bei der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen unterstützen und weiteren Handlungsbedarf aufdecken. Die Ausgabe beleuchtet anhand ausgewählter Beispiele diese unterschiedlichen Facetten. Der Fokus liegt auf Bundesprogrammen, gleichwohl werden auch Schnittstellen zu Länderprogrammen in den Blick genommen.
Im Zuge der weltweiten Vernetzung wird die internationale Mobilität von Lernenden und Beschäftigten zunehmend gefordert und praktiziert. Welche Erwartungen sind damit verbunden, was sind die Treiber und welchen Nutzen bietet ein Auslandsaufenthalt aus Sicht von Individuen, Betrieben und Bildungseinrichtungen? Die BWP-Ausgabe greift u.a. diese Fragen auf, präsentiert hierzu Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung und stellt darüber hinaus unterschiedliche Praxiskonzepte und -erfahrungen zur Förderung und Umsetzung internationaler Mobilität vor.
Die Qualität der Ausbildung steht und fällt mit den Kompetenzen des Ausbildungspersonals. Die BWP widmet ihnen mit dieser Ausgabe einen Themenschwerpunkt. Wie hat sich der Ausbildungsalltag in Zeiten von Inklusion und Industrie 4.0 verändert? Welche neuen Anforderungen entstehen und mit welchem Selbstverständnis gehen Ausbilder/-innen und Lehrende ans Werk? Und sind sie für die technologischen und pädagogischen Herausforderungen gewappnet? Die Beiträge der Ausgabe versuchen Antworten auf diese Fragen zu geben.
Die Berufsbildungslandschaft verändert sich infolge demografischer und technologischer Entwicklungen. Spürbar wird dies u.a. an weniger Auszubildenden, die jedoch zunehmend heterogene Voraussetzungen mitbringen, an anspruchsvolleren Ausbildungsinhalten und sich verstetigenden Passungsproblemen am Ausbildungsmarkt. Welche Auswirkungen hat dies für die Zusammenarbeit der Kooperationspartner in der Berufsbildung? Wo entstehen neue Kooperationen und wie werden bestehende weiterentwickelt, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu gewährleisten? Die Beiträge dieser Ausgabe beleuchten Anlässe von Kooperationsformen in der beruflichen Bildung und zeigen Potenziale für die Lernenden und die Lernorte auf.
Lebenslanges Lernen gilt als zentrale Voraussetzung, um mit dem Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft Schritt halten und ihn aktiv gestalten zu können. Infolge technologischer Neuerungen, Veränderungen in der Beschäftigtenstruktur und Fachkräftemangel gewinnt Weiterbildung weiterhin an Bedeutung. Welche Angebote und Lernformen sind gefragt, um diese Herausforderungen zu meistern? Diese und weitere Fragen greifen die Beiträge in dieser BWP-Ausgabe auf.
Verbindliche Regelungen zur Validierung nicht-formal und informell erworbener Kompetenzen sind zentraler Bestandteil eines durchlässigen Bildungssystems. Wenngleich politisch gefordert, erfolgt die Umsetzung jedoch zögerlich. Angesichts der EU-Ratsempfehlung, bis spätestens 2018 entsprechende Regelungen eingeführt zu haben, bilanziert die BWP-Ausgabe den aktuellen Entwicklungsstand, stellt Ansätze vor und blickt dabei auch in die europäischen Nachbarstaaten.
Gesellschaftlicher und technologischer Wandel verkürzen die Halbwertszeit von Wissen und Kompetenzen. Gleichzeitig verlängert sich die Lebensarbeitszeit. Wie unterstützen und fördern Betriebe ihre Beschäftigten bei der fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung? Die BWP-Ausgabe befasst sich mit Karrieremöglichkeiten für beruflich qualifizierte Fachkräfte und richtet dabei den Blick besonders auf Modelle und Konzepte in KMU.
In der BWP-Ausgabe, die zum Beginn des neuen Ausbildungsjahrs erscheint, stehen Auszubildende im Mittelpunkt. Wer entscheidet sich für eine berufliche Ausbildung und was schätzen Jugendliche daran? Wie mobil sind sie? Welche Voraussetzungen bringen sie mit und welche Erwartungen haben sie an ihr Berufsleben? Das Heft präsentiert ein facettenreiches Bild, das sowohl Impulse für die Ansprache der Zielgruppe als auch für die Gestaltung der Ausbildung bietet.
Als Exportschlager genießt die deutsche Berufsbildung im Ausland hohes Ansehen. National gerät sie jedoch zunehmend unter Druck. Schwächelt das duale Modell angesichts rückläufiger Ausbildungszahlen und einer zunehmenden Konkurrenz durch akademische Bildungsgänge? Ausgehend von Kernelementen des dualen Systems werden Entwicklungsperspektiven für die Berufsbildung aufgezeigt, um die zentrale Säule der Fachkräftequalifizierung in Deutschland zukunftsfest zu machen.
Die Folgen der rasant zunehmenden Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung lassen sich nur schwer abschätzen. Wie verändern sich Berufe und welche Kompetenzen werden künftig in der Arbeitswelt 4.0 gebraucht? Müssen Beschäftigte neu qualifiziert werden? Zusammen mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildungspraxis untersucht das BIBB die Folgen der Digitalisierung für die berufliche Bildung. Initiativen, Erkenntnisse und Perspektiven zur Gestaltung des technologischen Wandels sind Gegenstand dieser Ausgabe.
  • Aktuelle Entwicklungen in den Pflegeberufen
  • Innovative didaktische Qualifizierungskonzepte
  • Fachkräftemobilität und Anerkennung von Kompetenzen

Gesellschaftliche Megatrends wie demografischer Wandel, Fachkräfteengpässe und -migration sowie Digitalisierung und Akademisierung sind im Pflegebereich besonders virulent. Welche Veränderungen ergeben sich daraus für die Fachkräftequalifizierung? Neben aktuellen Entwicklungen in den Pflegeberufen widmet sich die Ausgabe innovativen didaktischen Qualifizierungskonzepten sowie Ansätzen zur Anerkennung von Kompetenzen, die der Fachkräftemobilität in diesem Berufsfeld zuträglich sein können.

Sprache spielt eine zentrale Rolle bei der Aneignung und Vermittlung beruflicher Handlungskompetenz. Gleichzeitig ist sie ein wichtiges Medium, diese erworbene Kompetenz auch angemessen zum Ausdruck zu bringen. Da nicht alle jungen Menschen über ausreichende sprachliche Kompetenzen verfügen oder aufgrund von Zuwanderung und Flucht die Sprache zunächst erlernen müssen, kommt der berufsbezogenen Sprachförderung eine wachsende Bedeutung zu. Diesbezügliche Konzepte und Erfahrungen stehen neben weiteren Aspekten des Zusammenspiels von Sprache und Beruf im Mittelpunkt der BWP-Ausgabe.
Weltweit entscheiden sich nur wenige Jugendliche für eine Berufsausbildung. Bevorzugt werden akademische Bildungsgänge oder Trainings on the job. Welche Rolle kann Bildungs- und Berufsberatung (Guidance) dabei spielen, Individuen die Chancen und Perspektiven einer beruflichen Aus- oder Weiterbildung näherzubringen und den Weg dahin zu ebnen? Diese BWP-Ausgabe stellt Konzepte und Strategien der Bildungs- und Berufsberatung weltweit vor und verdeutlicht das Lernpotenzial, das der internationale Austausch in diesem Feld bietet.
Seit dem Jahr 2014 zeichnen sich zunehmend Matching-Probleme auf dem Ausbildungsmarkt ab. Rückläufige Ausbildungsbetriebsquoten und ein zunehmender Trend zum Hochschulstudium bei den ohnehin geburtenschwachen Jahrgängen verändern das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Welche Folgen ergeben sich daraus zum einen für die Rekrutierung von Fach- und Nachwuchskräften und andererseits für die Jugendlichen bei der Suche nach Ausbildungsstellen? Hintergründe und Folgen der Veränderungen auf dem Ausbildungsmarkt stehen im Mittelpunkt dieser BWP-Ausgabe.
Wie durchlässig das Bildungssystem tatsächlich ist, wird an individuellen Bildungsverläufen sichtbar. Diese verlaufen nicht immer geradlinig. In den Blick geraten insbesondere Übergangsphasen, die zu Neu- oder Umorientierungen herausfordern. In der BWP-Ausgabe sollen individuelle Bildungsverläufe nachgezeichnet werden, verbunden mit der Frage, in welcher Weise individuelle, institutionelle und strukturelle Bedingungen Bildungs- und Berufsbiografien prägen. Dabei sollte die gesamte Lebensspanne vom schulischen Lernen bis zur beruflichen Weiterbildung älterer Beschäftigter berücksichtigt werden. Hierzu werden Erkenntnisse aus Forschung und Bildungspraxis vorgestellt.
Neben der Mitwirkung bei der Erstellung des Berufsbildungsberichts und der Berufsbildungsstatistik leistet das BIBB durch seine vielfältigen Forschungsaktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Berufsbildungsforschung. Die BWP-Ausgabe vermittelt einen Einblick in die umfangreichen Datensätze, die das BIBB generiert, auswertet und über das Forschungsdatenzentrum auch externen Forscherinnen und Forschern zur Verfügung stellt. Gleichzeitig wird verdeutlicht, welche Antworten auf aktuelle Fragen der Berufsbildung auf Basis dieser Daten gegeben werden können.
Die Situation der Flüchtlinge in Deutschland hängt in entscheidendem Maß von ihrer Integration in Bildung und Beschäftigung ab. Die hierzu geschaffenen rechtlichen, finanziellen und institutionellen Rahmenbedingungen gilt es nun mit Leben zu füllen. Welche Anforderungen stellen sich vor diesem Hintergrund an Institutionen und Akteure der Berufsbildung? Und welchen Beitrag können sie leisten, damit Flüchtlinge entsprechend ihren schulischen und beruflichen Qualifikationen gefördert und in die Gesellschaft integriert werden? Hierzu bietet die BWP-Ausgabe Hintergrundinformationen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis.
Industrie 4.0, Smart factories und Internet der Dinge sind Schlagworte, mit denen die Zukunft der industriellen Produktion beschrieben werden. Doch was verbirgt sich hinter dieser Zukunftsvision? Wie verändern eine zunehmende Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung die Produktionsarbeit in Deutschland? Die BWP-Ausgabe greift diese Fragen auf und verbindet sie mit Überlegungen, welche Konsequenzen diese Entwicklungen möglicherweise für die Kompetenzprofile der Fachkräfte in den Betrieben haben werden.
Mit dem Einigungsprozess im Jahr 1990 wuchsen auch Berufsbildung Ost und West zusammen. Nach 25 Jahren wirft die BWP einen Blick zurück und beleuchtet, ausgehend von den Gemeinsamkeiten und Unterschieden beider Systeme, Etappen und Herausforderungen des Transformationsprozesses. Welche Chancen gab es in dieser Zeit für die Weiterentwicklung einer gesamtdeutschen Berufsbildung? Wurden sie genutzt und welche Impulse ergeben sich aus diesem Rückblick für aktuell diskutierte Fragestellungen?
Gut qualifiziertes Bildungspersonal trägt wesentlich zu einer qualitativ hochwertigen Berufsbildung bei. Angesichts einer sich wandelnden Bildungslandschaft verändern sich jedoch die Aufgaben und Anforderungen an Aus- und Weiterbildner/-innen und Lehrkräfte. Um die damit verbunden Herausforderungen zu meistern, sind Maßnahmen und Initiativen jenseits gesetzlicher Mindeststandards und einschlägiger Fortbildungen erforderlich, die das Berufsbildungspersonal auf diesem Weg unterstützen. Konzepte zur Qualifizierung des Berufsbildungspersonals im In- und Ausland stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe.
Das Verhältnis von Hochschule und Berufsbildung hat sich verändert. Erstmalig im Jahr 2013 entschieden sich mehr junge Menschen für ein Studium als für eine duale Berufsausbildung. Zudem öffnen sich die Hochschulen für neue Zielgruppen. Welche Chancen ergeben sich daraus für eine verbesserte Durchlässigkeit des Bildungssystems? Wie können Potenziale beider Bildungsbereiche durch eine stärkere Verzahnung gebündelt werden und welche möglicherweise neuen Qualifikationsprofile entstehen an der Schnittstelle von Hochschul- und Berufsbildung? Diese und weitere Fragen greifen die Beiträge dieser Ausgabe auf.
Das Thema Inklusion wird bildungsbereichsübergreifend kontrovers diskutiert. Wie kann es gelingen, alle Menschen entsprechend ihren Lernbedürfnissen und individuellen Voraussetzungen an hochwertiger Bildung teilhaben zu lassen? Die BWP-Ausgabe geht der Frage nach, welche Anforderungen das Inklusionskonzept an die berufliche Bildung stellt, welche Chancen es birgt und welche Veränderungen erforderlich sind, um gleichberechtigte Teilhabe in und durch Berufsbildung zu erreichen.
Wenngleich der Begriff „dual“ dies suggeriert, findet berufliche Ausbildung nicht nur an den beiden Lernorten Berufsschule und Betrieb statt. Auch in überbetrieblichen Bildungseinrichtungen, in Ausbildungszentren und – in dualen Studiengängen – an Hochschulen wird berufliche Handlungskompetenz vermittelt.

Die unterschiedlichen Lernorte der beruflichen Ausbildung stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Aufgezeigt wird, wie Lernen an diesen verschiedenen Orten organisiert und gestaltet wird und wie sie bei der Vermittlung beruflicher Handlungskompetenz idealerweise zusammenwirken.

Das weltweit zunehmende Interesse an dualer Berufsausbildung hat die internationale Kooperation zwischen Akteuren und Institutionen der Berufsbildung intensiviert. Dabei geht es um unterschiedliche Handlungsfelder und Herausforderungen.

Kooperationsprojekte zu ausgewählten Themen mit Partnern im europäischen und außereuropäischen Bildungsraum stehen im Mittelpunkt dieser BWP-Ausgabe. Anhand von Projekten werden einzelne Fragestellungen und Themen internationaler Berufsbildungskooperationen beleuchtet und dargestellt, wie die beteiligten Partner in diesem Austausch von- und miteinander lernen.

Die Europäische Kommission hat die EU-Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, Kompetenzen, die Menschen in unterschiedlichen Lernkontexten im Lauf des Lebens erworben haben, feststellbar zu machen und anzuerkennen. Bis zum Jahr 2015 gilt es nun, entsprechende Verfahren zu entwickeln und diese bis zum Jahr 2018 einzuführen.

Vor diesem Hintergrund versammelt die BWP vorliegende Erkenntnissen und Erfahrungen zur Feststellung und Anerkennung von Lernergebnissen. Abgebildet werden sowohl der wissenschaftliche Kenntnisstand als auch Erfahrungen mit der Anwendung von Validierungskonzepten und -verfahren in der Praxis. Auch internationale Kenntnisse und Erfahrungen werden dabei einbezogen.

Mit rund 230 bundesweit anerkannten Fortbildungsberufen bietet das Berufsbildungssystem Fachkräften auf der mittlerne Qualifikationsebene im Rahmen der Aufstiegsfortbildung attraktive berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Doch können sich diese im Kontext einer zunehmenden Akademisierung von Bildungsabschlüssen weiterhin behaupten?

Die Ausgabe widmet sich diesem für duale Berufsbildungssysteme typischen Qualifizierungsweg, untersucht Teilnahmezahlen und die Frage des Nutzens, den Aufstiegsfortbildungen aus Sicht der Individuen und Betriebe bieten. Behandelt werden auch Fragen der Verzahnung von Aus- und Fortbildung und der Zuordnung von Fortbildungsabschlüssen im DQR.

Mehr als eine halbe Million junger Menschen nehmen jährlich an einer Abschlussprüfung in der beruflichen Ausbildung teil. Sie treten damit den Nachweis an, über die im erlernten Beruf erforderlichen Fachkenntnisse und Fähigkeiten zu verfügen. Doch wie lässt sich der erfolgreiche Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit feststellen?

Die Beiträge in dieser Ausgabe befassen sich mit Anforderungen an die Gestaltung und Durchführungen von Prüfungen – angefangen bei der Erstellung von Prüfungsaufgaben, über die Wahl der Prüfungsformen und -instrumente bis hin zur Bewertung von Prüfungsleistungen sowie mit Fragen der Rekrutierung und Qualifizierung von Prüferinnen und Prüfern.

Die Folgen des demografischen Wandels sind regional sehr unterschiedlich spürbar und führen in manchen Berufsfeldern bereits jetzt zu Fachkräfteengpässen.

Auf der Grundlage von amtlichen Statistiken und Betriebsbefragungen dokumentieren und analysieren die Beiträge im Heft diese Entwicklungen in einzelnen Regionen und gehen der Frage nach, welche Herausforderungen sich daraus für das Bildungs- und Beschäftigungssystem ergeben. Nicht nur die Politik, sondern insbesondere Betriebe und Bildungseinrichtungen sind gefordert, diesen zum Teil einschneidenden Veränderungen mit innovativen Strategien zu begegnen.

Angebote zur Berufsorientierung sollen Jugendliche dabei unterstützen, eigene Stärken und Interessen zu erkennen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und damit den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Doch welche Beratung und Unterstützung wünschen sich Jugendliche in dieser Phase und bieten bestehende Angebote die passende Hilfe?

Widersprüche und offene Frage werden in dieser Ausgabe unter die Lupe genommen. Neben konzeptionellen Überlegungen aus entwicklungspsychologischer Sicht richtet sich der Blick u.a. auf Forschungsergebnisse zu Informations- und Suchstrategien von Jugendlichen. Zudem wird die Potenzialanalyse als ein zentrales Instrument der Berufsorientierung vorgestellt und in ihrer Wirksamkeit reflektiert.

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