Beate Sturm

"wat ich schuldich war"

Privatkredit im frühneuzeitlichen Hannover (1550-1750)
Beate Sturm

"wat ich schuldich war"

Privatkredit im frühneuzeitlichen Hannover (1550-1750)

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Die Teilnahme am Privatkreditwesen war in der Frühen Neuzeit alltäglich: Dem Schuldner ermöglichte sie langfristige Investitionen und die Überbrückung kurzfristiger Engpässe; der Gläubiger nutzte sie als Kapitalanlage. Kreditkäufe ermöglichten darüber hinaus, kleine alltägliche Geschäfte ohne den Austausch von Münzen zu tätigen. Der Gesetzgeber erachtete Verschuldung deshalb als notwendig und unterstützte sie insbesondere in Krisenzeiten. Aushandeln von Verträgen und Agieren in außergerichtlichen und gerichtlichen Konflikten waren somit kulturelle Praxis.
Dieser Band liefert die erste umfassende Analyse der wirtschafts-, sozial-, mentalitäts-, kultur- und alltagsgeschichtlichen Aspekte des frühneuzeitlichen Privatkreditwesens.

"Alles in allem widmet sich Beate Sturm der verdienstvollen Aufgabe, das lange konstatierte Forschungsdesiderat kredithistorischer Mikrostudien zu schließen. Sie schildert facettenreich die komplexen Handlungs- und Verwendungsformen, die mit Kreditaufnahmen verbunden waren. Dies ist besonders fruchtbar, weil in den Gerichtsakten neben Realkrediten auch unversicherte Obligationen und informell ausgehandelte Kleinkredite ihren Niederschlag fanden. Durch die quellennahe Rekonstruktion der Streitfälle kann die Autorin bemerkenswerte Einblicke in das wechselseitige Verständnis von Pflichten und Rechten der Beteiligten vermitteln."

Anna-Carolina Vogel, Jahrbuch für Regionalgeschichte 30, 2012
Reihe Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte
Band 208
ISBN 978-3-515-09431-3
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2009
Umfang 336 Seiten
Abbildungen 46 s/w Abb., 18 s/w Tab.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch