Disputation, Deklamation, Dialog

Medien und Gattungen europäischer Wissensverhandlungen zwischen Scholastik und Humanismus

Disputation, Deklamation, Dialog

Medien und Gattungen europäischer Wissensverhandlungen zwischen Scholastik und Humanismus

56,00 €*

Preise inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versandkosten

Aktuell werden Bestellungen ausschließlich nach Deutschland geliefert. Falls Sie eine Lieferung außerhalb Deutschlands wünschen, nutzen Sie bitte unser Kontaktformular für eine Anfrage.

lieferbar in ca. 2-4 Werktagen

Die epistemologische Wende der Renaissance gründet unweigerlich auf Institutionen und Organisationsformen von Wissen, die sich als stabil gerieren. Sie modifizieren ihre Mechanismen nur in langsamen Umwälzungsprozessen, die einer anderen Zeitlichkeit folgen als die Programm- und Kontroversschriften. So bleibt die in der Scholastik ausgeprägte Disputation weiter ubiquitäre und zugleich ephemere Verhandlungsform von Wissen, die Dialektik weiterhin neben der neu aufstrebenden Rhetorik verbindliche Argumentationslehre.

Anita Traninger geht der Frage nach, in welcher Weise die Disputation die Herausbildung der von Humanisten präferierten Gattungen des theoretischen Diskurses prägte, allen voran der Deklamation und des Dialogs. Sie leistet damit einen dezidiert literaturwissenschaftlichen, komparatistisch angelegten Beitrag zur Wissensgeschichte der Vormoderne.

"eine Arbeit, die größte Anerkennung verdient", "musterhafte Untersuchung"

Herbert Jaumann, Germanistik 53, 2012/3-4

"Her study is a welcome addition to scholarship on the relations between humanism and scholasticism in the Renaissance."

Alan R. Perreiah, Renaissance Quarterly 66, 2013/3

"Das knappe Résumé vermag nicht wiederzugeben, auf welch breiter Basis Traninger argumentiert, welch reiches Material – Bilder, Verweise, Geschichte der Disputation, Paradoxenliteratur etc. – sie heranzieht. Für die Bildungsgeschichte ist ihre Studie nicht nur wegen des Themas von großem Interesse, sondern auch aufgrund ihrer Methode. Traningers Untersuchung belegt nämlich eindrücklich, was ein kulturwissenschaftliches close reading zu leisten vermag und wie entscheidend es ist, Wissensvermittlung nicht losgelöst von Praktiken und Medien zu untersuchen. […] Geschult sowohl an der scharfen scholastischen Dialektik wie an der eleganten Renaissance-Philosophie ist Traningers Abhandlung eine ebenso gelehrte wie vergnügliche Lektüre."

Patrick Bühler, H-Soz-u-Kult, 29.04.2013
Reihe Text und Kontext
Band 33
ISBN 978-3-515-10250-6
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2012
Umfang 332 Seiten
Abbildungen 13 s/w Abb.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch