Vom europäischen Verbindungsbüro zur transnationalen Gewerkschaftsorganisation

Organisation, Strategien und Machtpotentiale des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes bis 1990

Vom europäischen Verbindungsbüro zur transnationalen Gewerkschaftsorganisation

Organisation, Strategien und Machtpotentiale des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes bis 1990

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Von Beginn der Europäischen Integration an schufen auch die Gewerkschaften Formen der Zusammenarbeit für den europäischen Gemeinschaftsraum. Unter den sich herausbildenden Europäischen Gewerkschaftsverbänden (EGV) nahm der Zusammenschluss der Metallgewerkschaften eine herausragende Stellung ein: Der Europäische Metallgewerkschaftsbund (EMB) schloss die traditionell im Gewerkschaftsbereich führenden, da mitgliederstarken und gut organisierten Metallarbeitnehmerorganisationen zusammen und vertrat zugleich mit der Metall- und Elektroindustrie Leitindustrien für Europa, die Taktgeber für den technologischen und ökonomischen Wandel waren.

Erstmals wird durch Yves Clairmont die Entwicklung der europäischen Metallgewerkschaftszusammenarbeit von deren Anfängen in der Montanunion bis zur zeitgeschichtlichen Zäsur um 1990 wissenschaftlich nachgezeichnet. Hierbei zeigt sich, dass die Metallgewerkschaften – ausgehend von einem kleinen Koordinationsbüro – ihre Organisationsstrukturen und -strategien sukzessive dem europäischen Mehrebenensystem anpassten und stärkten. Es gelang ihnen so zunehmend, originär gewerkschaftliche Machtpotentiale für Europa zu entfalteten, so dass sich der EMB schon vor der Jahrtausendwende zu einer transnationalen Gewerkschaftsorganisation formierte.