Zwischen Stigma und Alltag

Nachbarschaft, Zivilgesellschaft und Image von Großsiedlungen in den 1970er Jahren

Zwischen Stigma und Alltag

Nachbarschaft, Zivilgesellschaft und Image von Großsiedlungen in den 1970er Jahren

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Geplanter Erscheinungstermin: 03/2026

Großsiedlungen haben einen schlechten Ruf. Ihre Bewohner:innen sind mit Stigmatisierung und Abwertung ihrer Nachbarschaften konfrontiert. Diese Studie hingegen untersucht, wie die ersten Bewohner:innen zweier Großsiedlungen ihre Häuser, ihre Nachbarschaft und den Ruf ihres Stadtteils in den 1970er Jahren aktiv mitgestalteten. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Wahrnehmungen der Bewohner:innen des Osdorfer Borns in Hamburg und von Darmstadt-Kranichstein.

Die am Reißbrett geplanten Nachbarschaften standen zunächst vor großen Herausforderungen: Wichtige Einrichtungen fehlten, doch insbesondere der hohe Anteil an Kindern und jungen Familien war Anlass für intensives soziales und politisches Engagement. So entstand in beiden Stadtteilen eine lebendige Zivilgesellschaft, während sich der negative Ruf der Siedlungen verselbstständigte. Dabei nahmen die Bewohner:innen eine ambivalente Rolle ein: Ihre Forderungen betonten Mängel, wodurch die Siedlungen in der medialen Berichterstattung abgewertet wurden, während sie gleichzeitig für bessere Ausstattung und mehr Wohnqualität sorgten. Diese Widersprüche begleiten die Siedlungen bis heute.

Reihe Beiträge zur Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung
Band 24
ISBN 978-3-515-14055-3
Medientyp Buch - Gebunden
Auflage 1.
Copyrightjahr 2026
Verlag Franz Steiner Verlag
Umfang 383 Seiten
Abbildungen 9 s/w Abb., 3 farb. Abb., 1 s/w Tab.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch