Zwischen Stigma und Alltag
Zwischen Stigma und Alltag
Großsiedlungen haben einen schlechten Ruf. Ihre Bewohner:innen sind mit Stigmatisierung und Abwertung ihrer Nachbarschaften konfrontiert. Diese Studie hingegen untersucht, wie die ersten Bewohner:innen zweier Großsiedlungen ihre Häuser, ihre Nachbarschaft und den Ruf ihres Stadtteils in den 1970er Jahren aktiv mitgestalteten. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Wahrnehmungen der Bewohner:innen des Osdorfer Borns in Hamburg und von Darmstadt-Kranichstein.
Die am Reißbrett geplanten Nachbarschaften standen zunächst vor großen Herausforderungen: Wichtige Einrichtungen fehlten, doch insbesondere der hohe Anteil an Kindern und jungen Familien war Anlass für intensives soziales und politisches Engagement. So entstand in beiden Stadtteilen eine lebendige Zivilgesellschaft, während sich der negative Ruf der Siedlungen verselbstständigte. Dabei nahmen die Bewohner:innen eine ambivalente Rolle ein: Ihre Forderungen betonten Mängel, wodurch die Siedlungen in der medialen Berichterstattung abgewertet wurden, während sie gleichzeitig für bessere Ausstattung und mehr Wohnqualität sorgten. Diese Widersprüche begleiten die Siedlungen bis heute.
| Reihe | Beiträge zur Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung |
|---|---|
| Band | 24 |
| ISBN | 978-3-515-14055-3 |
| Medientyp | Buch - Gebunden |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | Franz Steiner Verlag |
| Umfang | 383 Seiten |
| Abbildungen | 9 s/w Abb., 3 farb. Abb., 1 s/w Tab. |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch |