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Marianne Taatz-Jacobi, Andreas Pecar

Die Universität Halle und der Berliner Hof (1691–1740)

Eine höfisch-akademische Beziehungsgeschichte

2021.
351 S.
Gebunden
ISBN 978-3-515-12910-7

Kurztext

Drei Universitätsgründungen gelten in der Universitätsgeschichte als Meilensteine für die Entstehung der modernen Forschungsuniversität in Deutschland: Halle (1691), Göttingen (1734) und Berlin (1810). Am Beispiel der Universität Halle wird diese Meistererzählung auf den Prüfstand gestellt. Im Zentrum steht die Kommunikation zwischen den politisch für die Universität Halle Verantwortlichen am Berliner Hof und den Gelehrten in Halle. Erst durch deren Auswertung lässt sich fragen, ob es um 1700 bereits wissenschaftspolitische Planungen gab, welche Leitideen mit der Universitätsgründung einhergingen und welche Akteure hierbei eine zentrale Rolle spielten. Der Begriff der Steuerung dient dabei als Instrument, um die handelnden Akteure in Berlin und in Halle in den Blick zu nehmen und zu untersuchen, wie sie jeweils auf die Belange der Universität Einfluss nahmen. Die Universität Halle und deren Entwicklungsgeschichte von ihren Anfängen bis in das Jahr 1740 ist damit Teil einer Herrschaftsgeschichte der preußischen Monarchie unter dem brandenburgischen Kurfürsten und preußischen König Friedrich III./I. und unter Friedrich Wilhelm I.

Die Autoren im Interview

War die Universität Halle die erste Aufklärungsuniversität in Deutschland?
Blickt man auf die Gelehrten der Universität, ihre Schriften und ihr Renommee, so kann Halle als ein Zentrum der Frühaufklärung und des Pietismus gelten. Wir fragen aber nach den politischen Zielen, die mit der Gründung der Universität Halle verbunden waren, und den Steuerungszielen in den darauffolgenden Jahrzehnten, über die zwischen den Mitgliedern des Berliner Hofes und den Gelehrten der Universität gerungen wurde. In diesen Auseinandersetzungen spielte das Bekenntnis zur Aufklärung oder zum Pietismus keine besondere Rolle.

Welcher Akteur sticht bei der Gründung und Etablierung der Universität Halle besonders hervor?
Alle und keiner. Unser Ansatz ist es gerade, sich nicht nur auf die vermeintlichen Gründungspersönlichkeiten zu konzentrieren, sondern die Kommunikation zwischen politischen Akteuren und Gelehrten jenseits von Selbstinszenierung und Programmschriften zu analysieren.

Wer kommt an Ihrem Buch nicht vorbei?
Alle, die sich für Aufklärung und Pietismus, für Universitätsgeschichte oder die Geschichte der preußischen Monarchie unter Friedrich I. und Friedrich Wilhelm I. interessieren.

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