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Inhaltsverzeichnis
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Kurztext
Zur Beschreibung des Weges der frühen Bundesrepublik von ihrer institutionellen Gründung 1949 bis hin zur Durchsetzung einer pluralistisch-demokratischen politischen Kultur in den späten 1960er Jahren hat sich inzwischen der Begriff der „intellektuellen“ oder „zweiten“ Gründung etabliert. Doch ist der Prozess der grundlegenden Liberalisierung des westdeutschen Gemeinwesens bislang vor allem an den Debatten der Intellektuellen um Staat und Gesellschaft untersucht worden. Der Tagungsband erweitert diese Perspektive zu einer „intellectual history“, die auch andere kulturelle Ebenen, Diskurse und Akteure umfasst. „Medien, Öffentlichkeit, Parteien“, „Wissenschaften und Konfessionen“, „Literatur und Publizistik“, „Kunst, Journalismus, Kabarett“ – so lauten die ausgewählten Themenfelder.
Vornehmlich jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen zentralen Fragen der zeit- und kulturhistorischen Bundesrepublikforschung nach und geben differenzierte weiterführende Antworten. Dabei erscheint auch die „Hochwassermarke“ 1968 in einem neuen Licht.
Franz-Werner Kersting, geb. 1955, Wissenschaftlicher Referent am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte Münster und außerplanmäßiger Professor für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Seminar der Universität Münster. Forschungsschwerpunkte: Psychiatriegeschichte, Generationengeschichte, Geschichte der Bundesrepublik und der internationalen Politik sowie der Stadt-Land-Beziehungen.
[Von Franz-Werner Kersting erschienene Publikationen]
Jürgen Reulecke, geb. 1940, Professor (emer.) für Zeitgeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen und bis Ende 2008 Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs 434 "Erinnerungskulturen". Forschungsschwerpunkte: Generationengeschichte, Geschichte sozialer Bewegungen und Geschichte von Jugend und Alter sowie Stadt- und Urbanisierungsgeschichte
[Von Jürgen Reulecke erschienene Publikationen]
Hans-Ulrich Thamer, geb. 1943, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster. Forschungsschwerpunkte: Nationalsozialismus und europäischer Faschismus, Ideen- und Sozialgeschichte Frankreichs im 18. und 19. Jahrhundert sowie Kulturgeschichte von Sammlungen, Ausstellungen und Museen.
[Von Hans-Ulrich Thamer erschienene Publikationen]
ISSN 0176-6023
Herausgegeben von der Freiherr vom Stein-Gesellschaft.
Die Nassauer Gespräche werden in der Form eines Symposions durchgeführt. Sie bilden ein Forum für qualifizierte Nachwuchskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung sowie für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen. Zentrale Themen – die Kartellgesetzgebung, die Entstehung des modernen Bildungswesens oder die Entwicklungsgeschichte der neuzeitlichen Verwaltung seit 1700 – wurden bisher unter interdisziplinären Fragestellungen erörtert. Nachdem die ersten beiden Nassauer Gespräche 1962 und 1982 noch in Nassau/Lahn ausgerichtet worden waren, wurden die folgenden Veranstaltungen bis 1996 in Bad Waldliesborn bei Lippstadt abgehalten. Erst das 7. Nassauer Gespräch zum Thema "Orte und Träger gesellschaftlicher Wissenskommunikation im 19. Jahrhundert" (Leitung: Professor Dr. Lothar Gall) kehrte im November 2000 wieder an seinen ursprünglichen Veranstaltungsort Schloss Nassau zurück. Die Referate dieser Tagungen werden in unserer Reihe Nassauer Gespräche der Freiherr vom Stein-Gesellschaft publiziert.
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