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Franz Steiner Verlag
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Horst Kranz (Hrsg.)

Johannes Fontana: "Opera iuvenalia de rotis horologiis et mensuris" / Jugendwerke über Räder, Uhren und Messungen

2011.
544 S., 132 s/w Abb., 3 s/w Tab.
Gebunden
ISBN 978-3-515-09909-7

Kurztext

Johannes Fontana aus Venedig (ca. 1395 – ca. 1455) zählt zu den bekanntesten und produktivsten technischen Autoren, die aus der universitären Wissenschaft der frühen Renaissance hervorgingen. Sein Name steht für ausgefallene, in die Zukunft weisende Ideen. Schon während des Studiums in Padua verfaßte der junge Magister artium und angehende Arzt seine ersten Traktate. Im Zentrum seiner Überlegungen stand damals die Messung von Zeit, Raum und Bewegung.
Die Ausgabe bringt vier in Wien und Bologna erhaltene lateinische Jugendwerke mit deutscher Übersetzung. Darin entwickelt Fontana eine Systematik der Räder, Zähne und Antriebe, entwirft eine komplexe mechanische Sanduhr mit Umkehrmechanismus und eine Wasseruhr. Spektakulär sind vor allem seine Entwürfe zur indirekten Messung von Entfernungen im Wasser, in der Luft und auf der Erde durch Laufzeitmessungen künstlicher Tiere mit Raketenantrieb.

Rezensionen

"Die Forschung kann sich dank dieser Edition nun weiteren Werken Fontanas zuwenden. Der sorgfältigen Texterstellung ist eine fabelhafte Übersetzung beigefügt, die mehr als nur zum lateinischen Text hinführt. Mit der eingehend Biographie und Werk darlegenden Einleitung und den sehr kleinteiligen Registern besteht nun eine zuverlässige Grundlage für die weitere Beschäftigung mit Fontana."
Jan Ulrich Büttner, Historische Zeitschrift 296, 2013

"Die kleine Sammlung von Traktaten bietet nicht nur eine bisher nirgends bekannte Fülle an neuen Informationen zur Messtechnik und zum Uhrenbau am Beginn des 15. Jahrhunderts, sie vermittelt auch wichtige Einsichten in das Zusammenwirken von Naturwissenschaft und technischer Praxis während der Renaissance."
Gerhard Dohrn-van Rossum, Francia-Recensio, 2013/1

"Vorzüglich gelungen ist die Übersetzung, die trotz schwierigen Vokabulars und einiger fachsprachlicher Neologismen einen Text liefert, der unter gelegentlicher Modernisierung einen instruktiven und flüssig lesbaren Einblick in Geisteswelt und technisches Verständnis Fontanas erlaubt. Die Edition ist nicht nur ein Lesegenuß, sondern auch ein wissenschaftlicher Gewinn."
Rainer Leng, Deutsches Archiv für die Erforschung des Mittelalters 68, 2012/2

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Dietrich Lohrmann, QFIAB 92, 2012

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