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Franz Steiner Verlag
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Maren Goltz

Musikstudium in der Diktatur

Das Landeskonservatorium der Musik / die Staatliche Hochschule für Musik Leipzig in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945

2013.
462 S., 6 s/w Fotos.
Gebunden
ISBN 978-3-515-10337-4

Kurztext

Das Leipziger Konservatorium ist die älteste musikalische Lehranstalt auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy, der Renommierteste unter den Initiatoren, erhob den Anspruch einer akademischen Ausbildung von Musikern. Leipzig wurde modellhaft für Konservatoriums-Gründungen in Europa und Übersee. Doch wie veränderten sich das Selbstverständnis, die Strukturen und der Lehr- und Studienalltag des "Kon" nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten?
Maren Goltz widmet sich erstmals systematisch und umfassend der historischen Entwicklung der 1843 begründeten Einrichtung im "Dritten Reich" und leistet damit zugleich einen Beitrag zur Erforschung der Geschichte von Kunst- und Musikhochschulen in einer Diktatur. Sie zeigt, dass die Leipziger Lehranstalt kein von der NS-Ideologie unberührter Ort der Zurückgezogenheit der musikalischen Ausbildung war, sondern auch ihre Angehörigen der Ausrichtung des nationalsozialistischen Kulturlebens an politischen Erfordernissen mehrheitlich und von Anfang an Rechnung tragen mussten bzw. wollten.

Rezensionen

"Maren Goltz ist auf Grundlage eines enormen Recherchefleißes eine eindrückliche, quellensatte Studie gelungen, die überdies durch Quellenbeigaben ergänzt und mit einem Personenregister sehr hilfreich erschlossen wird. […] Die Fülle des dargebotenen Materials und die analytische Eindringtiefe dieser verdienstvollen Forschungsarbeit sind bemerkenswert."
Andreas Linsenmann, Sehepunkte 14, 2014/12

"[Die] hervorragend recherchierte[] und dargestellte[] Studie […] ist ein Meilenstein für die methodischen Anstrengungen in der Fachgeschichte der deutschen Musikwissenschaft."
Peter Sühring, Fontes Artis Musicae, 2014/2

"So erhellend die personenbezogenen Kapitel dieses Buches sind, insbesondere zu David (der es 1944 auf die sogenannte Gottbegnadeten-Liste schaffte, die ihn vor dem aktiven Kriegseinsatz bewahrte), noch wertvoller sind vielfältige Einblicke in das vom oftmals vorauseilend konformen Verhalten ganzer Personengruppen getragene Gesamtsystem einer Bildungseinrichtung unter den Bedingungen der Diktatur."
DLF-Musikjournal, 01.04.2013

"Akribisch und differenziert."
Dietmar Schenk, info-netz-musik, 16.05.2013

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Rebecca Grotjahn, Die Musikforschung 2015/4

Klaus Danzeglocke, Liturgie und Kultur, 2015/1

Klaus Linsenmeyer, Die Tonkunst 9, 2015/2

Christian Berger, Das Historisch-Politische Buch 62, 2014/5

Melanie Kleinschmidt, Neues Archiv für sächsische Geschichte 85, 2014

Roman Brotbeck, Dissonance 125, 2014

Irene Binal, üben & musizieren, 2013/5

Michael Heymel, Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung 64, 2013

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