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Franz Steiner Verlag
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Nina Kleinöder

Unternehmen und Sicherheit

Strukturen, Akteure und Verflechtungsprozesse im betrieblichen Arbeitsschutz der westdeutschen Eisen- und Stahlindustrie nach 1945

2015.
384 S., 28 s/w Abb., 30 s/w Tab.
Kartoniert
ISBN 978-3-515-11129-4

Kurztext

Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen wird unter verschiedenen Prämissen diskutiert: Dabei muss sich unternehmerisches Engagement immer auch an seinem betriebswirtschaftlichen "Wert" messen lassen. Der Arbeitsschutz bildet hier keine Ausnahme. Zugleich erscheint ein umfassender Gesundheitsschutz in der bundesdeutschen Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts als gesellschaftliche Selbstverständlichkeit.

In ihrer Studie greift Nina Kleinöder die historischen Entwicklungen von Technisierung, Automation und gesetzlichem Ausbau der Schutzmechanismen auf, die dabei aber in ihrer Entstehung, Ausprägung und Genese im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Prozessen und betrieblicher Praxis hinterfragt werden. Am Beispiel der Eisen- und Stahlindustrie an Rhein und Ruhr rückt das Problemfeld "Unfall" im Verlauf des 20. Jahrhunderts über das Aufsichtssystem von Gewerbeaufsicht und Berufsgenossenschaften hinaus in den Fokus: Arbeitsschutz wird hier als kooperativer Verflechtungsprozess zahlreicher Akteure und Einflüsse aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft verstanden, in dem die Unternehmen immer wieder eine proaktive Rolle einnahmen.

Die Arbeit wurde mit dem drupa preis 2015 ausgezeichnet.

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Rezensionen

Lars Bluma, H-Soz-Kult, 14.07.2016

Timo Luks, Technikgeschichte 83, 2016/2

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