Arnobius von Sicca als Rhetor
Arnobius von Sicca als Rhetor
Arnobius von Siccas siebenbändiges apologetisches Werk Adversus Nationes entstand zu einer Zeit schwerer Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian und setzt sich zum Ziel, die gegen die Christen erhobenen Anschuldigungen zu widerlegen. In seine Argumentation lässt Arnobius eine immense Anzahl philosophischer, mythologischer und literarischer Ideen, Fakten und Zitate beziehungsweise Anspielungen einfließen. Daher wurden seine Bücher bislang häufig nur als Quelle für die Erforschung dieser Bereiche herangezogen, während sie selbst als solche nur selten zum Gegenstand eingehender Analysen wurden.
In ihrer Untersuchung widmet sich Thölke erstmals im Detail der Argumentationsstrategie, die Arnobius in der ersten großen Sinneinheit, den Kapiteln 1–24 seines ersten Buches, verfolgt, und bezieht dabei inhaltliche, sprachliche und rhetorische Aspekte ein. Sie zeigt, dass der ehemalige Rhetoriklehrer seine Argumentation weit systematischer und gezielter aufbaut, als es die bisherige Forschung nahelegt. Arnobius nutzt dabei geschickt Argumentationsmuster und Vorstellungen aus der nichtchristlichen Umwelt und bindet sie in seine apologetische Argumentation ein.
| Reihe | Palingenesia |
|---|---|
| Band | 149 |
| ISBN | 978-3-515-14442-1 |
| Medientyp | Buch - Gebunden |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | Franz Steiner Verlag GmbH |
| Umfang | 416 Seiten |
| Abbildungen | 2 s/w Tab. |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch |