Höflichkeit und Rhetorik im Frühmittelalter

(Un)Angemessenheit in der lateinischen Epistolographie im Zeitraum von 500 bis 900

Höflichkeit und Rhetorik im Frühmittelalter

(Un)Angemessenheit in der lateinischen Epistolographie im Zeitraum von 500 bis 900

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Geplanter Erscheinungstermin: 10/2026

Die Wahl angemessener Worte für eine Situation war stets eine anspruchsvolle Aufgabe – auch im frühmittelalterlichen Briefverkehr. Doch was verstand man im Frühmittelalter unter einer angemessenen, d.h. höflichen Briefkommunikation?

Anhand ausgewählter Schreiben aus der Zeit von 500 bis 900 untersucht Alexander Müller, wie man sich im Raum Gallien bzw. im fränkischen Reich beim Verfassen eines Briefs höflich verhielt. Dazu werden vor allem Beispiele für ausdrücklich unhöfliches Verhalten analysiert, um Rückschlüsse auf zeitgenössische Höflichkeitskonventionen zu ziehen. Das frühmittelalterliche Verständnis von Höflichkeit war dabei eng mit dem rhetorischen Prinzip des decorum bzw. aptum verknüpft – die Kunst, Redeweise und Verhalten angemessen an die Situation und den Empfänger anzupassen. Insgesamt ging es weniger um die strikte Einhaltung einer Etikette, sondern vielmehr darum, rhetorisch ausgefeilt und adressatengerecht seine Kenntnis der Konventionen zu demonstrieren, die man anschließend bewusst brechen konnte.

Reihe Hamburger Studien zu Gesellschaften und Kulturen der Vormoderne
Band 38
ISBN 978-3-515-14336-3
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2026
Verlag

Franz Steiner Verlag GmbH
Maybachstr. 8
70469 Stuttgart

Umfang 353 Seiten
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch