Angelika Schmähling

Hort der Frömmigkeit – Ort der Verwahrung

Russische Frauenklöster im 16.–18. Jahrhundert
Angelika Schmähling

Hort der Frömmigkeit – Ort der Verwahrung

Russische Frauenklöster im 16.–18. Jahrhundert

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Schmähling hat eine erstklassige Studie vornehmlich zur Sozialgeschichte der russischen Frauenklöster abgeliefert.

Hartmut Rüß, Historische Zeitschrift 291, 2010
Die Geschichte der russischen Frauenklöster liegt im Spannungsfeld zwischen dem Ideal der Klosterregeln und einer weitaus prosaischeren Wirklichkeit. In der frühen Neuzeit übten sie eine Vielzahl verschiedener, zum Teil widersprüchlicher Funktionen aus: Beim Klostereintritt mischten sich religiöse und pragmatische Motive. Eine zentrale Aufgabe der Nonnen war das Fürbittengebet, so dass die Klöster einen wichtigen Bestandteil des Stifterwesens darstellten. Karitative Tätigkeiten spielten dagegen eine untergeordnete Rolle. Zur gleichen Zeit dienten die Klöster als Verwahrungsort für Verbrecherinnen, Geisteskranke oder verstoßene Ehefrauen.
Die Autorin analysiert und vergleicht zwei historische Phasen: Im 16. und 17. Jahrhundert waren die Klöster weitgehend selbstständig und am stärksten durch äußere Gefahren bedroht. Im 18. Jahrhundert dagegen stellte Peter I. die Existenzberechtigung des Mönchtums in Frage. Auch wenn seine Reformpläne und die seiner Nachfolgerinnen nur ansatzweise verwirklicht wurden, führten sie doch zu Verunsicherung und Schwächung der Klöster.

"This published German dissertation sheds new light on the topic of the state of female monasteries in Russia before the nineteenth century. The book seeks to steer a path between the two traditional approaches to Russian monasticism, the glorification of spiritual Russian men and women and the opposing view that interprets Russian monastic houses as repressive social institutions. […]This study provides a wealth of information on monastic life in the Muscovite and early Imperial periods and contributes to our understanding of the secularization of monasteries in the eighteenth century."

Isolde Thyret, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 59, 2011/1

"sehr gut ist die Arbeit der Verfasserin. Sie hat den aufmerksamen, intensiven Dank der Historiker, Kirchenhistoriker und Slavisten verdient."

Horst Röhling, ABDOS-Mitteilungen 29, 2009/2

"Schmähling hat eine erstklassige Studie vornehmlich zur Sozialgeschichte der russischen Frauenklöster abgeliefert. Für die lateinische Welt ist eine ähnlich fundierte Gesamtdarstellung bislang noch nicht geschrieben worden. Schmählings Arbeit kann wegen der Aspektvielfalt, des kritischen Zugriffs und des beachtlichen Reflexionsniveaus als ein wichtiger Meilenstein in der Erforschung russischer Frauenkonvente gelten."

Hartmut Rüß, Historische Zeitschrift 291, 2010

"ein höchst erfreulicher und wichtiger Beitrag zur russischen Kirchengeschichte."

Theologische Revue 106, 2010/5

"Vf. kann dabei auf umfassenden Forschungsarbeiten aufbauen, die in Russland im 19. Jahrhundert geleistet wurden, setzt allerdings eigene Akzente und trägt durch ihre Arbeit zudem dazu bei, dass Teile dieser Forschungsarbeiten im westlichen Kontext überhaupt erst bekannt gemacht werden. Die Ergebnisse sind dabei gleich in mehrfacher Hinsicht aufschlussreich."

Vera von der Osten-Sacken, Zeitschrift für Kirchengeschichte 121, 2010/1
Reihe Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa
Band 75
ISBN 978-3-515-09178-7
Medientyp Buch - Kartoniert
Copyrightjahr 2009
Umfang 212 Seiten
Abbildungen 2 s/w Abb., 12 s/w Tab., 2 s/w Zeichn.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch