No Sports!

Zur Ästhetik des Bodybuildings

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Zur Ästhetik des Bodybuildings

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Bodybuilder werden oft belächelt. Dabei verraten sie viel über unsere ästhetisierte, körperfixierte, perfektionistische Lebenswelt – und deren Ursprünge. In einem großen kunstwissenschaftlichen und philosophischen Panorama deutet Jörg Scheller Bodybuilder als postmoderne Bildhauer, die an eine zentrale Idee von Neuzeit, Aufklärung und Moderne anknüpfen: der Mensch könne sich selbst formen, ja neu erschaffen. An Stelle der geistigen Arbeit an der "inneren Statue" tritt im Bodybuilding die künstlerische Arbeit an der "äußeren Statue". Sport ist dabei nur Mittel zum Zweck, die eigene Existenz in ein radikal selbstbezügliches Kunstwerk zu verwandeln.

"Scheller [erläutert] auf wissenschaftliche und zugleich unterhaltsame Art, inwiefern Bodybuilder die Idee der Aufklärung – der Mensch kann sich selbst neu erschaffen – konsequent umsetzen […]. Er tut dies so elegant, leichtsprachig und witzig, dass das Buch weit über das kunstwissenschaftlich interessierte Publikum hinaus empfohlen werden kann. Scheller schafft es, am Phänomen Bodybuilding und dessen Rezeptionsgeschichte unseren gesellschaftlichen Zeitgeist zu analysieren."

Katrin Hafner, www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Der-Koerper-ist-die-Botschaft-/story/23107634?track

"Was passt nicht in diese Reihe? Anthroposophie, Klassizismus, Pop-Art, Bodybuilding. Wer jetzt 'Bodybuilding' sagt, hat das Buch 'No Sports!' noch nicht gelesen. Der Zürcher Kulturwissenschaftler Jörg Scheller erzählt darin die Geschichte des Bodybuildings als Kunstgeschichte. Die Muskeln von Sportlern haben schließlich einen Zweck, die der Bodybuilder sollen nur perfekt aussehen. […] Die Weltmeisterschaft der Bodybuilder, der Wettbewerb Mr. Olympia, sollte deshalb nicht mehr als Sportwettbewerb begriffen werden, sondern als Leistungsschau internationaler Bildhauer, die auf der Art Basel aufgrund eines Fehlschlusses keinen Zutritt haben."

Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung, 06.07.2011

"Schellers Geistesgeschichte der Muckimenschen ist so klug wie amüsant zu lesen. Er folgt der 'Faszination des Formfleisches' durch die europäische Geistesgeschichte und wuchtet dabei ein theoretisches Schwergewicht nach dem anderen. Besonders hübsch ist der Aufbau seiner Arbeit, die er begrifflich an das Untersuchungsobjekt anlehnt: Die Einleitung heißt bei ihm 'Masseaufbauphase', es folgen die theorielastige 'Definitionsphase', das 'Pump Up', eine Einzelstudie des Bodybuilding-Urgesteins Eugen Sandow, und schließlich der popkulturelle 'Pose down'. Kapitel wie 'Von der Genese des Luxusbusens: Die Männerbrust als Snob' halten bei Laune, wenn die schiere Muskelmasse zwischendurch allzu unappetitlich wird."

Charlotte Frischmann, Stuttgarter Nachrichten, 17.11.2010

"Jörg Scheller, der sozusagen die Vorschule einer 'Ästhetik des Bodybuildings' vorlegt, verabschiedet sich denn auch ausdrücklich vom Bodybuilding als Element des Sports und der Kulturgeschichte. Denn: Der modellierte, inszenierte, als geformte Muskelmasse erscheinende Körper sei ein Beitrag zur Ästhetik der Existenz, und ergo gehöre das Bodybuilding als solches in die Kunstgeschichte."

Neue Zürcher Zeitung, 16.11.2010

"Eine ebenso kluge wie originelle Ehrenrettung einer Subkultur."

Jörg Böckem, KulturSPIEGEL, 2010/12

"Mit Esprit und Kreativität weiß er seine ganz eigene und gut fundierte Sicht auf die Welt des Bodybuildings zu formulieren. Das geschieht mit zum Teil hohem Anspruch an das Interesse und Verständnis des Lesers. Wer jedoch über den Rand der Hantelscheibe hinaus blicken und tiefer gehend in die kulturelle Verankerung, Entwicklung und Vision des Bodybuildings hinein tauchen möchte, wird in diesem Buch eine sehr durchdachte Grundlage finden."

Christian Zippel, www.derwillezurkraft.de
ISBN 978-3-515-09713-0
Medientyp Buch - Gebunden mit Schutzumschlag
Auflage 1.
Copyrightjahr 2010
Umfang 267 Seiten
Abbildungen 27 s/w Abb.
Format 13,0 x 21,0 cm
Sprache Deutsch