Properzens "Vertumnus"-Elegie (4,2) und das Dichtungsprogramm des vierten Buches

Ein intertextueller Kommentar

Properzens "Vertumnus"-Elegie (4,2) und das Dichtungsprogramm des vierten Buches

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Der antike römische Dichter Properz (ca. 50–15 v. Chr.) zählt neben Vergil, Horaz, Tibull und Ovid zu den renommierten Vertretern der literarischen Blütezeit unter Kaiser Augustus. Properz' Leben und Dichten sind der Liebe zu seiner schönen Muse "Cynthia" gewidmet, wobei das letzte der insgesamt vier Elegienbücher, so vor allem das weniger profilierte zweite Gedicht über den Verwandlungsgott Vertumnus, einen poetischen Paradigmenwechsel markiert: In der Gestalt des Vertumnus, der zum Gott der Dichtung schlechthin avanciert, überwindet oder verwandelt Properz seine frühere erotische Dichtung im Rahmen einer neuartigen aitiologischen Nationaldichtung. Thematisch der mythologischen und historischen Entstehung Roms verbunden, spiegelt das vierte Buch im Besonderen die literaturgeschichtliche Entwicklung der römischen Weltmetropole wider. Im Wettstreit mit den namhaften Autoren seiner Zeit gestaltet der "römische Kallimachos", wie sich Properz selbstbewusst nennt, eine anspruchsvolle "intertextuelle" Stadtlandschaft, die wie eine bunte Kunstwerkbeschreibung die Vielgestaltigkeit und Wandelbarkeit seiner und der augusteischen Dichtung kommentiert.

Reihe Hamburger Studien zu Gesellschaften und Kulturen der Vormoderne
Band 3
ISBN 978-3-515-11881-1
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2018
Umfang 323 Seiten
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch