Der Rezipient ist im Werk
Der Rezipient ist im Werk
Menschen reisen seit Jahrhunderten. Die Gründe und Umstände wandelten sich, doch oft und viel wurde darüber berichtet. In diesem Band werden spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Reisedarstellungen nicht wie in der bisherigen Forschung aus der Perspektive des ersten Beobachters oder der Beschriebenen untersucht. Stattdessen wird aus einer medien- und kulturhistorischen Perspektive nach ihrem Adressatenbezug und ihrer Aussageintention gefragt.
Die Beiträge legen offen, was den Rezipientinnen und Rezipienten durch Text und Bild mitgeteilt werden sollte und was man glaubte, ihnen zumuten zu können. Verfasser und Bearbeiter gingen auf die mutmaßlichen Vorlieben oder Erwartungen der künftigen Leserinnen und Leser ein. Neben den Reisenden selbst werden daher auch diejenigen in den Blick genommen, die die Darstellungen bearbeiteten – vom Korrekturleser über Kommentatoren bis zu Kupferstechern oder Verlegern. Durch diesen Ansatz können überkommene dichotomische und idealtypische Konstruktionen überwunden sowie die Vermittlung von Differenzerfahrungen in ihrer Komplexität besser begriffen werden. Insgesamt eröffnet sich so ein neuer Zugang auf die für viele Disziplinen wichtige Quellengattung der Reisedarstellungen.
| Reihe | Gothaer Forschungen zur Frühen Neuzeit |
|---|---|
| Band | 25 |
| ISBN | 978-3-515-13904-5 |
| Medientyp | Buch - Gebunden |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | Franz Steiner Verlag |
| Umfang | 261 Seiten |
| Abbildungen | 3 s/w Abb., 31 farb. Abb., 1 s/w Tab. |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch |