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Franz Steiner Verlag
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Renate Tobies

„Morgen möchte ich wieder 100 herrliche Sachen ausrechnen“

Iris Runge bei Osram und Telefunken

1. Auflage 2010.
412 S., 21 s/w Abb., 13 s/w Tab.
Dokumentenanhang sowie 52 Abb. auf 16 Taf., Gebunden
ISBN 978-3-515-09638-6

Kurztext

Iris Runge (1888–1966) verglich das Rechnen im Industrielabor mit einem beglückenden Kindheitsgefühl: "Es ist, wie wenn man früher Weihnachten aufwachte mit der Aussicht, nun den ganzen Tag mit seinen Sachen zu spielen." Die Beschäftigung mit dieser frühen, herausragenden Techno- und Wirtschaftsmathematikerin führt in die Entwicklung deutscher Unternehmen wie Osram und Telefunken ein und zeigt die Verflechtungen von Mathematik, Experimentalforschung, Technik, Bildung und Politik vom Kaiserreich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die aus hugenottischer Tradition stammende Forscherin, spätere Professorin für theoretische Physik, taufte ihr Boot auf den Namen der chinesischen Göttin Kuan Yin, die Mitgefühl für die Armen und in Kombination mit einem Drachen auch Klugheit, Stärke und damit ihre zwei Welten symbolisiert: Angewandte Mathematik und Eintreten für eine gerechte Welt.

Ausgezeichnet mit dem Ehrenpreis der Gesellschaft der Freunde der Geschichte des Funkwesens e.V.

Rezensionen

"Gut lesbare und unbedingt lesenswerte Veröffentlichung."
Thomas Pawlowski-Grütz, Das Historisch-Politische Buch 61, 2013/2

"Die Verf. hatte die einzigartige Möglichkeit, anhand eines reichhaltigen Quellenmaterials und ausdauernder eigener Recherchen den Lebensweg einer Mathematikerin fast lückenlos von deren Kindheit im Kaiserreich bis zu ihrer Berufsentscheidung und Berufstätigkeit bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg nachzeichnen zu können. Es ist ihr gelungen, eine der ersten Vertreterinnen der Wirtschaftsmathematik den Lesern sehr anschaulich in vielen Facetten ihrer Herkunft, ihrer familiären Prägung, ihres Ausbildungsumfeldes und ihres Tätigkeitsbereiches vor Augen zu führen."
Marie-Elisabeth Hilger, Sudhoffs Archiv 96, 2012/2

"Eine facettenreiche Studie, die auf der Auswertung einer Fülle von Archivalien beruht. Tobies verwebt Runges politische, berufliche und wissenschaftliche, sowie die private Sphäre zu einem dichten und informativen Bild. Ein zwölfteiliger Anhang mit überwiegend bisher unpublizierten Quellen, ein Literatur- und Personenverzeichnis sowie 16 Tafeln mit jeweils mehreren Fotografien runden dieses solide Werk ab."
Martina Schneider, Technikgeschichte 78, 2011/4

"An dem zu besprechenden Buch fasziniert […], wie stringent hier diejenigen Themenstränge zusammenlaufen, denen Renate Tobies im Lauf ihrer Forschungen gefolgt ist: Mathematikgeschichte sowie Studien über mathematische Karriereverläufe einerseits, die Person und das Umfeld des numerischen Mathematikers Carl Runge und die Bedeutung des Wissenschaftsstandorts Göttingen andererseits und schließlich die wissenschaftliche Partizipation von Frauen in der Mathematik. Die langjährige Vertrautheit der Autorin mit diesen Themenfeldern scheint an vielen Stellen durch und ermöglicht eine ungewöhnlich reiche und souveräne Kontextualisierung des Lebens und Wirkens von Iris Runge."
Beate Ceranski, NTM – Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin 19, 2011/2

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Thomas Sonar, Mathematische Semesterberichte, 4.08.2010

Ulrike Schätz, Das Gymnasium in Bayern, 2010/10

M. E. Muldoon, Mathematical Reviews, 2011

Christiane Spath, Physik Journal 10, 2011/4

Unter Mitwirkung von:

  • Helmut Neunzert (Geleitwort)

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