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Franz Steiner Verlag
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Alfred Lohr

Der Computus Gerlandi

Edition, Übersetzung und Erläuterungen

2013.
493 S.
zahlr. Abb. u. Tab., Kartoniert
ISBN 978-3-515-10468-5

Kurztext

Der Komputist Gerland, der in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts wirkte, galt als einer der ganz Großen seines Fachs. Seine Jahreszählung, nach der die Jahre des Herrn um sieben kleiner anzusetzen sind, und sein "natürlicher Computus" mit Neumondtafeln, die an einer Sonnenfinsternis 1093 ausgerichtet sind, genossen über Jahrhunderte hohes Ansehen. Hätte sich Gerlands Zählung durchgesetzt, würden wir jetzt statt 2013 das Jahr 2006 schreiben.

Sein aus zwei Büchern bestehendes Hauptwerk ist hier erstmals in einer Edition zugänglich. Auf 36 Handschriften basierend enthält sie einen vollständigen kritischen Apparat. Die Abhängigkeiten zwischen den Handschriften werden mit aus der Biologie entlehnten kladistischen Methoden untersucht. Die Edition wird durch weitere Texte, die mit Gerlands Computus abgeschrieben wurden, sowie mit Übersetzung und Erläuterungen ergänzt. Der Anhang enthält ferner eine auf 19 Handschriften basierende Edition von Gerlands Abakus-Traktat und eine CD mit vollständigen Abschriften aus den einzelnen Handschriften sowie Wortkonkordanzen.

Rezensionen

"The [subjoined CD-ROM] offers generous access to individual transcriptions of all the manuscripts […] as well as extensive word concordances, and by doing so adds even further to the immense service Lohr has rendered to the scholarly community."
C. Philipp E. Nothaft, Speculum 92, 2017/2

"Altogether this is an excellent and useful work."
Wesley M. Stevens, ISIS 107, 2016/2

"Lohr hat ein wichtiges Monument mittelalterlicher Komputistik in vorbildlicher Weise erschlossen. Seine Edition stellt die Forschung zum Computus Gerlandi, zu seinen Quellen wie seinem historischen Kontext auf eine neue und zuverlässige Textbasis."
Bernhard Hollick, Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 37, 2014

"Genau solche Bücher sind es, die uns Wissenschaftlern die Arbeit erleichern bzw. interdisziplinäre Zusammenarbeit überhaupt erst ermöglichen."
Susanne M. Hoffmann, Uhura Uraniae – SciLogs Wissenschaftsblogs, 15.02.2014

"Das vorliegende Buch ediert nicht nur dieses Meisterwerk, sondern übersetzt es auch in eine moderne Sprache. Es erscheint damit als wahrhaft gut kompiliertes Kompendium mittelalterlichen Wissens […] Wie sein mittelalterliches Vorbild erscheint also auch diese Edition als Meisterwerk ihres Fachs."
Susanne M. Hoffmann, Das Historisch-Politische Buch 61, 2013/4

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Brigitte Englisch, Das Mittelalter 22, 2017/1

Philipp Nothaft, Historische Zeitschrift 300, 2015/2

Immo Warntjes, Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 71, 2015/1

Barbara Obrist, Le Moyen Âge 121, 2015/3-4

Martin Hellmann, Francia-Recensio, 2014/4

Nigel F. Palmer, Medium Aevum 83, 2014/2

Medievo Latino 35, 2014

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