Gewalt und Gelächter

'Deutschsein' 1914–1945

Gewalt und Gelächter

'Deutschsein' 1914–1945

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 Ulrich Tietze, Aufschluss 11, 2021

Was haben Gewalt, Gelächter und Deutschsein miteinander zu tun? Martina Kessel analysiert, wie in der deutschen Gesellschaft zwischen 1914 und 1945 Scherz- und Spottpraktiken eingesetzt wurden, um Identitätsvorstellungen auszuhandeln und Gewalt zu legitimieren.

Zum einen geht Kessel der Frage nach, wie Zeitgenossen eine Vorstellung von Deutschsein etablierten, die sie als nichtjüdisch fassten: Mit ihrer Identitätspolitik ließen die Akteure Antisemitismus scheinbar 'selbstverständlich' wirken. Zum anderen untersucht sie, warum und wie nichtjüdische Deutsche Spott einsetzten, um Gewalt gegen jüdische Deutsche, Andersdenkende oder Kriegsgegner in eine vorgeblich 'kreative' und 'legitime' Praktik umzudeuten. Der Weg von den deutschen Völkerrechtsverstößen im Ersten Weltkrieg bis zur Shoah war nicht unausweichlich und nicht alle machten ihn mit. Die, die mitzogen, signalisierten jedoch gerade mit ihrem Hohn, dass sie Ausgrenzung, Verfolgung und schließlich Vernichtung als Identitätsvollzug verstanden.

"[D]er Autorin kann für dieses Buch gar nicht genug gedankt werden."

Ulrich Tietze, Aufschluss 11, 2021

"Ein hervorragendes Buch zur sprachlichen Gewalt."

Christoph Auffahrt, Angesagt!

"Kessel's analysis is subtle and illuminating."

Peter Fritzsche, H-Soz-Kult, 24.01.2020
ISBN 978-3-515-12382-2
Medientyp Buch - Gebunden
Auflage 1.
Copyrightjahr 2019
Verlag Franz Steiner Verlag
Umfang 296 Seiten
Abbildungen 14 s/w Abb.
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch