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Franz Steiner Verlag
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Nicole Schweig

Suizid und Männlichkeit

Selbsttötungen von Männern auf See, in der Wehrmacht und im zivilen Bereich, 1893 – ca. 1986

2016.
126 S., 2 s/w Tab.
Kartoniert
ISBN 978-3-515-11176-8

Kurztext

Die Suizidrate der männlichen Bevölkerung in der Bundesrepublik liegt dreimal höher als die entsprechende Rate der weiblichen Bevölkerung. Dies ist kein Spezifikum des 21. Jahrhunderts, sondern auch im letzten Drittel des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lag in der deutschen Bevölkerung der Anteil der Suizide der Männer immer über dem der Frauen. Anhand der Berufsgruppen der Seeleute und der Militärangehörigen geht Nicole Schweig der Frage nach, welche Aspekte der Kategorie Männlichkeit im Kontext mit Suizid in den Vordergrund traten. Sowohl in der Seefahrt als auch beim Militär waren zu dieser Zeit fast ausschließlich Männer beschäftigt. Das Gleiche gilt für die Institutionen, die einen durchgeführten Suizid untersuchten. Wie wurde eine solche Tat von den Untersuchungsbehörden wahrgenommen, verhandelt und gegebenenfalls erklärt? Wie reagierten die Angehörigen? Welche Positionen des öffentlichen Diskurses sind in den Darstellungen der Akten der Untersuchungsbehörden und in den Erklärungsversuchen der Familien wiederzufinden?

Das Schiff oder der Stationierungsort der Soldaten war für die Männer Arbeitsplatz und temporärer Wohnort gleichermaßen. Welchen Einfluss diese Lebensumstände auf die Entscheidung der Suizidenten hatten, legt die Autorin dar, indem sie mit Polizeiakten, die Suizide in der zivilen Bevölkerung untersuchten, einen dritten Quellenkorpus berücksichtigt.

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Rezensionen

"In Summe liefert das Werk von Nicole Schweig einen wertvollen Beitrag zur Geschichte von Gefühls-, Männlichkeits-, Sexualitäts-, Krankheits-, Disziplinar- und Selbsttötungs-Diskursen und -praktiken in Deutschland."
Carlos Watzka, Virus 16, 2017

"wertvolle[r] Beitrag zur maritimen Sozialgeschichte"
Heinrich Walle, Das Historisch-Politische Buch 64, 2016/6

"[E]in gut recherchiertes Buch […], das nicht nur einen Beitrag zur historischen Suizidforschung, sondern auch zur Geschlechtergeschichte leistet."
Anne Gnausch, Neue Politische Literatur 61, 2016/3

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Ursula Baumann, H-Soz-Kult, 29.11.2017

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