"Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort"

Die Schubert-Transkriptionen Franz Liszts

"Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort"

Die Schubert-Transkriptionen Franz Liszts

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Liszts planvoll zwischen den tradierten Gattungen changierende Klavier-Transkriptionen haben eine wechselhafte Rezeptionsgeschichte erfahren. Mit seinen Schubert-Bearbeitungen, die zunächst durchaus als konzertante Gattung eigenen Rechts gewürdigt wurden, feierte der Klaviervirtuose große Erfolge. Publikum und Presse waren einhellig der Meinung, dass Schuberts Musik erst durch Liszt verständlich werde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gerieten die Arrangements jedoch unter den Generalverdacht mangelnder Originalität, der das Liszt-Bild nachhaltig trübte. Dabei bilden gerade die Schubert-Bearbeitungen einen zentralen Baustein von Liszts musikalischem Weltbild. In seiner kreativen Beschäftigung mit dem einfachen Walzer sowie dem raffinierten Kunstlied bis hin zur komplexen Fantasie Schubertscher Prägung findet sich nicht nur der Schlüssel zu Liszts Schaffen, sondern auch ein Zugang zur Aufführungspraxis des 19. Jahrhunderts.

Reihe Schubert : Perspektiven – Studien
Band 6
ISBN 978-3-515-12137-8
Medientyp Buch - Gebunden
Auflage 1.
Copyrightjahr 2019
Umfang 328 Seiten
Abbildungen 4 s/w Abb., zahlreiche Notenbeispiele
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch