Kriseninstrument WEU

Die Westeuropäische Union (WEU) in der EG-Erweiterungskrise 1963–1970

Kriseninstrument WEU

Die Westeuropäische Union (WEU) in der EG-Erweiterungskrise 1963–1970

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Das Veto des französischen Staatspräsidenten de Gaulle gegen den britischen EWG-Beitritt stürzte die Europäischen Gemeinschaften (EG) im Januar 1963 in ihre erste echte Krise, die EG-Erweiterungskrise. Zur Lösung dieser Krise griffen die sechs EG-Staaten und Großbritannien 1963 auf die WEU zurück, um den gegenseitigen politischen und wirtschaftlichen Kontakt in einem gemeinsamen Forum auf WEU-Außenministertreffen aufrecht zu erhalten. Arnd Herrmann untersucht erstmals anhand eines multinationalen Ansatzes auf Basis deutscher, britischer und französischer Akten die jeweiligen Ziele, welche die EG-Staaten und Großbritannien mit dem Einsatz der WEU in der EG-Erweiterungskrise verbanden. Er entschlüsselt auf diese Weise die Rolle der WEU, die als Kriseninstrument an Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Integrationsprozesses in den 1960er Jahren gewann. Diese wirtschaftliche und politische Sonderfunktion der WEU endete erst mit dem Haager Gipfel im Dezember 1969, der das Ende der EG-Erweiterungskrise und den Bedeutungsverlust der WEU einläutete.

Reihe Studien zur Modernen Geschichte
Band 60
ISBN 978-3-515-10995-6
Medientyp Buch - Kartoniert
Auflage 1.
Copyrightjahr 2015
Umfang 257 Seiten
Format 17,0 x 24,0 cm
Sprache Deutsch