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Franz Steiner Verlag
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Frank Uekötter

Der Deutsche Kanal

Eine Mythologie der alten Bundesrepublik

2020.
330 S., 5 s/w Abb., 21 s/w Fotos.
Gebunden
ISBN 978-3-515-12603-8

Kurztext

Was passiert, wenn man ein dubioses Projekt in die bundesdeutsche Politik einspeist? Der Elbe-Seitenkanal war ein Testfall für ein politisches System, das gemeinhin als langweilig, aber grundsolide gilt. Die alte Bundesrepublik entpuppte sich dabei als System der organisierten Verantwortungslosigkeit. Die Frage nach dem Sinn des Projekts löste sich in langen Verhandlungen immer mehr auf, und als sich das Debakel abzeichnete, war plötzlich niemand mehr verantwortlich – selbst dann nicht, als der Kanal fünf Wochen nach der Eröffnung eine Flutkatastrophe verursachte. Die Geschichte des Elbe-Seitenkanals ist ein Menetekel für den bundesdeutschen Politikbetrieb und ähnelt scheiternden Bauvorhaben in der deutschen Gegenwart.

Der Autor im Interview

In Ihrem Buch beschäftigen Sie sich mit einem glücklosen Bauprojekt. Da denkt man heute an Stuttgart 21, die Elbphilharmonie oder den Berliner Flughafen. Was war das Charakteristische beim Elbe-Seitenkanal?
Großprojekte sind oft ein Spiegel ihrer Gesellschaft, und das gilt auch für den Elbe-Seitenkanal. Die Probleme begannen lange vor dem ersten Spatenstich. Es gab etliche Warnungen, dass der Kanal eine Fehlinvestition sein würde. Und so war es dann auch.

Was kann man aus dem Debakel lernen?
Das Faszinierende an der Geschichte ist, dass das Scheitern ungemein folgerichtig war. Das politische System der Bundesrepublik funktionierte genauso, wie es von seiner Anlage her funktionieren sollte. Sichtbar wird eine Kultur der organisierten Verantwortungslosigkeit. Selbst nach der Katastrophe rollten keine Köpfe. Es wurden noch nicht einmal kritische Fragen gestellt.

Welchem Leser würde Ihr Buch gefallen?
Jedem, der mal einen Blick in den Maschinenraum der bundesdeutschen Politik werfen will.

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Rezensionen

"Wenn Sie gern mit dem Buch in der Hand ins Unbekannte aufbrechen – lesen Sie „Der Deutsche Kanal“!"
Buchkritik von Arno Orzessek, Deutschlandfunk Kultur, 16.03.2020

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Buch-Magazin 05/2020

Blick-Punkt, 25.04.2020

Clubhaus Magazin April/Mai 2020

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