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Franz Steiner Verlag
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Andreas Lehnardt

Die Jüdische Bibliothek an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 1938–2008

Eine Dokumentation

1. Auflage 2009.
260 S., 58 s/w Abb.
Kartoniert
ISBN 978-3-515-09345-3

Kurztext

Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Univer­sität Mainz – Neue Folge Die alte Jüdische Bibliothek an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bewahrt ein einzigartiges Zeugnis jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in Rheinland-Pfalz. Dieser "verborgene Schatz" ist bis heute – 70 Jahre nach der "Reichskristallnacht" 1938 – nur wenigen bekannt und wurde bislang kaum erforscht.
Die im Zuge des Novemberpogroms von der Gestapo beschlagnahmten Bestände der beiden Mainzer Synagogen waren 1939 zunächst in der Stadtbibliothek eingelagert und nach Kriegsende schließlich auf Umwegen an die neugegründete evangelisch-theologische Fakultät gelangt.
Die dort erhaltenen Hebraica und Judaica bilden nicht nur eine Fundgrube für die Erforschung der jüdischen Druck- und Buchkunst, die Bücher mit ihren zahlreichen Vorbesitzerspuren erlauben auch einzigartige Einblicke in die inneren Entwicklungen der jüdischen Gemeinde Mainz. Die Dokumentation der bewegten Bibliotheksgeschichte dient daher nicht nur bibliophilem Interesse, sondern zeigt auch, dass die erhaltenen "papierenen" Zeugnisse Mainzer jüdischer Kultur wichtige Spuren zum Verständnis einer Gemeinschaft bewahren, die einem steten Wandel unterlag und hierbei eine bemerkenswerte kulturelle Vielfalt hervorbrachte.

Rezensionen

"Andreas Lehnardts kompetente und anregende Untersuchung macht deutlich, dass die Jüdische Bibliothek Mainz weit über die bibliotheksgeschichtlichen, buchkundlichen und universitätsgeschichtlichen Aspekte hinaus, insbesondere für die gesamte Geschichte der Juden in Mainz und in Deutschland überhaupt von großer Bedeutung ist."
Brita Eckert, Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 62, 2012

"Mit seiner eindrucksvollen Dokumentation stellt Andreas Lehnardt […] die Besonderheit der Jüdischen Bibliothek und ihre bisher kaum zur Kenntnis gelangte Relevanz für die Geschichte der Juden in Mainz heraus."
Jutta Schumacher, Judaica 66, 2010/2

"Insgesamt hat L. eine interessante und auch zeitgeschichtlich wertvolle Arbeit vorgelegt. Es ist sein Verdienst, die Bibliothek aus einer gewissen Vergessenheit geholt zu haben."
Ulrich Oelschläger, Theologische Literaturzeitung 135, 2010/10

"Man muss dem Autor dankbar sein für diese sowohl buchkundlich als auch bibliotheksgeschichtlich vorbildliche Analyse des historischen Buchbestandes einer glücklicherweise über finstere Zeiten geretteten Bibliothek. Im Spiegelbild ihres Buchbesitzes erfahren wir vieles über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Mainz. Zahlreiche Abbildungen von Besitzstempeln, Titelblättern, der Mainzer Synagogen, sowie die auch für den Laien gut lesbare Untersuchung der Bestandsschichten, wo wir wiederum eine an Beispielen illustrierte kleine Geschichte des jüdischen Buches finden, runden den absolut positiven Eindruck ab."
Manfred Komorowski, Informationsmittel (IFB) 17, 2009/1+2

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