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Franz Steiner Verlag
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Jens Ruppenthal

Raubbau und Meerestechnik

Die Rede von der Unerschöpflichkeit der Meere

2018.
293 S.
Gebunden
ISBN 978-3-515-12121-7

Kurztext

Der Glaube an die Unerschöpflichkeit der Meeresressourcen war noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts so unerschütterlich, dass selbst Fischereiexperten Heringe mit Insekten verglichen – Ausrottung praktisch unmöglich. Jens Ruppenthal untersucht den langwierigen Abschied von dieser vermeintlichen Gewissheit zwischen ca. 1950 und 2000 und analysiert dabei die wissenschaftliche ebenso wie die öffentliche Debatte in der Bundesrepublik Deutschland. Ein zählebiges Vertrauen in technische Machbarkeit bewirkte, dass sich die heute so präsente Vorstellung von der Verwundbarkeit der Meere als Ökosysteme nur allmählich durchsetzen konnte. Ruppenthal leistet damit einen kulturhistorisch angelegten Beitrag zur Etablierung einer Umweltgeschichte der Meere und zur Diskussion um das Anthropozän. Anhand bisher kaum berücksichtigter Quellen ordnet er am Beispiel der Hochseefischerei und des geplanten Meeresbergbaus zwei spezielle schifffahrts- und technikhistorische Themen in einen weiteren geschichtswissenschaftlichen Kontext ein und bietet so auch einen Zugang zur Maritime History.

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Rezensionen

"Es ist […] eine gut lesbare und äußerst materialintensive Arbeit. Wegen ihres detaillierten Faktenreichtums ist sie für die Praxis gerade mit Blick auf das UNESCO-Jahrzehnt der Ozeane wertvoll."
Burkhard Ilschner, Junge Welt, 01.07.2019

"Ruppenthals gut lesbare, materialreiche und auf eine breite Literatur- und Quellenbasis gestützte Studie [arbeitet] überzeugend den meeresbezogenen Wahrnehmungswandel in der bundesdeutschen Öffentlichkeit heraus. Gleichzeitig ermöglicht das Buch durch den ausführlichen Literaturüberblick einen guten Einstieg in die hierzulande noch wenig bekannten und entwickelten Felder der Maritime History und der Umweltgeschichte des Meeres."
Ole Sparenberg, H-Soz-Kult, 21.03.2019

"Insgesamt kann Raubbau und Meerestechnik nur jedem an der maritimen Geschichte Interessierten sowie darüber hinaus auch allen Kolleg/innen aus dem Bereich der erweiterten Technikgeschichte empfohlen werden[.]"
Ingo Heidbrink, Technikgeschichte 86, 2019/2

Dieser Band wurde außerdem rezensiert von:

Jan Grossarth, Zeitschrift für Volkskunde 115, 2019/2

Waterkant 34, 2019/2

Gerhard Köbler, ZIER 8, 2018

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