Das Alemannische der Rätoroman:innen in Bern
Das Alemannische der Rätoroman:innen in Bern
Andrin Büchler beschäftigt sich mit langfristiger Akkommodation in der alemannischen Varietät von Rätoroman:innen, die von Graubünden nach Bern migriert sind. Er zeigt, wie die untersuchten Sprecher:innen charakteristische Merkmale ihrer Herkunftsvarietät je nach Interaktionshäufigkeit mit Sprecher:innen anderer regionaler Varietäten zunehmend ablegen und sich supralokalen Formen annähern, die im Dialektraum der übrigen Deutschschweiz verbreitet sind. Dabei neigen insbesondere konsekutiv bilingual aufgewachsene im Vergleich zu simultan bilingual aufgewachsenen Sprecher:innen zu Konvergenzerscheinungen. Die variationslinguistisch angelegte Analyse wird anhand von vier lautlichen Variablen in Daten aus soziolinguistischen Interviews mit 40 in Bern lebenden Rätoroman:innen vorgenommen.
Die Studie gibt neue Erkenntnisse zur Rolle sozialer Netzwerke und weiterer Faktoren hinsichtlich langfristiger Akkommodation in einem diglossischen und mehrsprachigen Kontext. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung exemplartheoretischer Modelle in die Debatte zwischen einer deterministischen und agentiven Position in der Akkommodationsforschung eingeordnet.
| Reihe | Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik – Beihefte |
|---|---|
| Band | 200 |
| ISBN | 978-3-515-14065-2 |
| Medientyp | Buch - Gebunden |
| Auflage | 1. |
| Copyrightjahr | 2026 |
| Verlag | Franz Steiner Verlag GmbH |
| Umfang | 384 Seiten |
| Abbildungen | 34 s/w Abb., 32 farb. Abb., 40 s/w Tab. |
| Format | 17,0 x 24,0 cm |
| Sprache | Deutsch |