Lehrjahre der Demokratie

Wahlen und politische Kultur im Deutschen Kaiserreich

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Wahlen und politische Kultur im Deutschen Kaiserreich

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Die gut gegliederte und überzeugend strukturierte Untersuchung mit einer Fülle prägnant dargebotener Beispiele bietet einen wahren Lesegenuss.

Wolfgang Michalka, geschichte für heute 4, 2011/2
Ein allgemeines Männerwahlrecht im Land der Kaiser, Junker und Generäle? Margaret Lavinia Anderson führt in die "Übungen der Demokratie" im Deutschen Kaiserreich ein. Sie zeigt die Herausforderungen, Folgen und Auswirkungen eines Wahlrechts in einer hierarchisch strukturierten Gesellschaft, spürt entstehenden Freiräumen nach und kommt – im direkten Vergleich mit Großbritannien, Frankreich und den USA – zu einer erstaunlichen Neuinterpretation der Geschichte der Wahlen in Deutschland.
Anderson gelingt es, ein lebendiges Bild einer Gesellschaft zu zeichnen, in der Arbeitgeber und Klerus bemüht sind, Druck auf die Wähler auszuüben, und das politische Handeln die Erfahrungen des "einfachen Mannes" prägen. "Practicing Democracy" – so der amerikanische Originaltitel – bietet eine glänzende Analyse der demokratischen Kultur in Deutschland vor 1914 und gilt in den USA als Standardwerk.

"Den Leser erwartet eine umfassende, differenzierte und quellengesättigte Untersuchung über die Wahlkulturen im Deutschen Kaiserreich. […] Erstens, dass dieses Buch einfach Freude beim Lesen bereitet. Anderson schreibt lebendig, witzig und spricht ihre Leser immer wieder persönlich an. Zum Zweiten ist es der Übersetzerin Sibylle Hirschfeld nicht nur gelungen, Ironie und Sprachwitz der Autorin zuvorkommend in die deutsche Ausgabe zu geleiten, sondern vor allem Bedeutungsnuancen kenntnisreich aus dem Englischen zu übertragen. Wer sich über die Geschichte der Reichstagswahlen sowie über deutsche und europäische politische Kulturen vor 1918 informieren möchte, trifft mit diesem Buch die richtige Entscheidung."

Heidi Mehrkens, sehepunkte 10, 2010/9

"Andersons Werk besticht […] durch die geistreiche Verknüpfung der politischen Sphären des Reiches und der Wahlkreise zu einer dichten Komposition deutscher Demokratiegeschichte. Wie die Autorin mit gleichsam mikroskopischem Blick dem Wähler in die Wahlkabine folgt, schlüssig den Zusammenhang zwischen Urbanisierung, der geographischen Dichte von Betrieben oder der Gründung von Arbeiterversicherungen und der sich weiter entwickelnden politischen Selbstbestimmung der Bürger darstellt, ist beispielhaft für einen neuen kulturhistorischen Ansatz in der Kaiserreichforschung, den neben Thomas Kühne mit seinen Arbeiten über die preußischen Landtagswahlen eben auch Margaret L. Anderson geprägt hat. Der neue Blick auf die alte Frage, wie reformfähig das Kaiserreich überhaupt war, welche Chancen Demokratisierung und Parlamentarisierung im deutschen Obrigkeitsstaat hatten, führte zu einer Relativierung der bislang vorherrschenden Vorstellung, das Reich sei bis 1918 in einer stasis, in einer antimodernistischen Stagnation ohne Aussicht auf politische Veränderung gefangen gewesen. In diesem Sinne trägt auch Andersons vortreffliche Analyse demokratischer Praktiken weiter zur Neubewertung des Kaiserreichs bei."

Carl-Wilhelm Reibel, Neue Politische Literatur 55, 2010

"Die gut gegliederte und überzeugend strukturierte Untersuchung mit einer Fülle prägnant dargebotener Beispiele bietet einen wahren Lesegenuss."

Wolfgang Michalka, geschichte für heute 4, 2011/2

"Eine überaus verdienstvolle Arbeit und ein wichtiger Beitrag zur politischen Kultur, zum Wahlsystem und zur Wahlpraxis des Kaiserreiches, die Fragen "nach den Wurzeln der Demokratie in Deutschland" (Gerhard A. Ritter) beantwortet. Erwähnt werden sollte noch, daß die Übersetzung durch Sibylle Hirschfeld die ursprünglich ins Amerikanische übersetzten Zitate nicht rückübersetzt, sondern als Originalzitate aufnimmt."

Joachim Lilla, http://ifb.bsz-bw.de/bsz_306040719rez-1.pdf

"Das Buch enthält eine wahrhaft beeindruckende Sammlung an Quellen (darunter sehr viele Primärquellen), die in lobenswerter Sorgfalt zusammengestellt wurden."

Johannes Schwarze, Akademische Blätter, 30.07.2010

"Insgesamt stellt die Verfasserin der politischen Kultur in Deutschland zwischen 1871 und 1914 ein sehr gutes Zeugnis aus. Von einem Sonderweg kann keine Rede sein. Vielleicht findet das sehr informative und anregende Buch nun, da es in deutscher Sprache vorliegt, auch hierzulande eine stärkere Resonanz."

Hans Fenske, Jahrbuch Extremismus & Demokratie 22, 2010
Reihe Beiträge zur Kommunikationsgeschichte
Band 22
ISBN 978-3-515-09031-5
Medientyp Buch - Gebunden mit Schutzumschlag
Auflage 1.
Copyrightjahr 2009
Umfang 562 Seiten
Abbildungen 12 s/w Abb., 4 s/w Tab.
Format 15,5 x 23,5 cm
Sprache Deutsch