Nordamerika aus süddeutscher Perspektive

Die Neue Welt in der gelehrten Kommunikation des 18. Jahrhunderts

Nordamerika aus süddeutscher Perspektive

Die Neue Welt in der gelehrten Kommunikation des 18. Jahrhunderts

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[Das Buch wird man] künftig zu den Grundlagenwerken über den frühneuzeitlichen mitteleuropäischen Amerikadiskurs zählen können.

Mark Häberlein, Sehepunkte 13, 2013/7-8

Gab es süddeutsche Amerika-Bilder? Rainald Becker nimmt die (Nord-)Amerika-Wahrnehmungen im Süddeutschland des "langen" 18. Jahrhunderts von 1648 bis 1776 in den Blick. Obwohl hier keine koloniale Basis bestand, spielten sie für das zeitgenössische Bewusstsein eine dominante Rolle. Insbesondere die Kommunikationsmilieus der gelehrten Kultur – Jesuiten und Pietisten, reichsstädtische Eliten und Beamte im Fürstenstaat – befassten sich mit Amerika und verliehen der Neuen Welt eigene Konturen: als Zufluchtsort der Heilsgeschichte, als Szenarium weltpolitischer Konfliktdynamiken oder wissenschaftlicher Umwälzungen.

Der Autor plädiert für eine regionalisierte Betrachtungsweise globalgeschichtlicher Interaktions-, Transfer- und Aneignungsprozesse.  Jenseits des Exotentopos im Humanismus, lange vor den Freiheitsutopien der Aufklärung erschließt er so den differenzierten Umgang mit der Neuen Welt im süddeutschen Barock: Westernisierung und Nordamerikanisierung – diese beiden schon im 18. Jahrhundert einsetzenden Grundtendenzen erfassten auch süddeutsche Lebenswelten und brachten im meerfernen backcountry der Atlantischen Welt originelle Deutungsansätze hervor.

Die Arbeit wurde von der Forschungsstiftung Bayerische Geschichte mit dem Heinrich-von-Leveling-Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Landeshistoriographie ausgezeichnet.

"Der vorliegenden Studie kommt das Verdienst zu, ein bislang wenig beachtetes Korpus geographischer und historiographischer Werke für die Geschichte der Amerika-Wahrnehmung erschlossen zu haben, dessen weitere Erforschung auch im Hinblick auf die Rezeption anderer Weltreligionen aufschlussreich sein dürfte. Darüber hinaus gelingt es Rainald Becker, die fein differenzierten Ergebnisse seiner Fallstudien immer wieder konzise auf den Punkt zu bringen und sie mit seiner übergeordneten Argumentation zu verknüpfen. Neben den Studien Renate Piepers und Christine Johnsons zum 16. Jahrhundert sowie Horst Dippels und Volker Depkats zum späten 18. Jahrhundert wird man sein Buch künftig zu den Grundlagenwerken über den frühneuzeitlichen mitteleuropäischen Amerikadiskurs zählen können."

Mark Häberlein, Sehepunkte 13, 2013/7-8

"Becker has written the most detailed study to date of the Amerika-Rezeption in a particular region of Germany."

James van Horn Melton, Francia-Recensio, 2014/3

"Ein exzellentes Beispiel für eine Studie über den Wissenstransfer und Kulturaustausch im 18. Jahrhundert zwischen zwei nur geographisch weit entfernten Gebieten."

Ingo Löppenberg, Das Historisch-Politische Buch 61, 2013/6

"…eine hervorragende wissenschaftliche Publikation, die auch allgemein an Amerika Interessierten empfohlen sei."

Ulrich van den Heyden, Magazin für Amerikanistik, 2013/2
Reihe Transatlantische historische Studien
Band 47
ISBN 978-3-515-10185-1
Medientyp Buch - Gebunden
Auflage 1.
Copyrightjahr 2012
Umfang 424 Seiten
Abbildungen 13 s/w Abb., 2 farb. Abb., 9 s/w Tab.
Format 15,5 x 22,8 cm
Sprache Deutsch