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Titel Orientalistik

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Anne Lumban Tobing

Schriftkunst in Rot und Weiß

Künstlersiegel der Ming- und Ch’ing-Zeit, unter besonderer Berücksichtigung der Siegel des Chao Chih-ch’ien (1829–1884)

1. Auflage 2010.
IV, 216 S.
47 Taf. m. 258 Abb., Kartoniert
ISBN 978-3-515-08376-8

Kurztext

Auf vielen chinesischen Bildern und Kalligraphien springen sie ins Auge – rote Stempel, die manches Werk in reicher Zahl bedecken. Meist handelt es sich um Sammlersiegel, die heute ihren Teil dazu beitragen, Geschichte und Provenienz eines Bildes zu erhellen. Aber auch Schriftkünstler und Maler selbst setzten ihr Signum aufs Werk. Sie begannen, eigene Siegel in Stein zu schneiden. Die Tradition in Bronze gegossener Amts- und Privatsiegel reicht weit ins Altertum zurück; mit den Künstlersiegeln wandelte sich das Format zu einer neuen, eigenständigen Kunstform. Es ist eine Gattung, die der Schriftkunst zugerechnet und in China hochgeschätzt wird. Innerhalb weniger Jahrhunderte entwickelte sich eine reiche Formenvielfalt, entstanden mehrere große Schulen. Der im 19. Jahrhundert lebende Chao Chih-ch’ien führte die Kunst des "eisernen Pinsels" zu neuer Blüte; in seinem Werk verdichten sich grundlegende Traditionslinien und stilistische Brillanz.

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