FSV
Franz Steiner Verlag

Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte

> Editorial

In der Kommunikationswissenschaft ist das Interesse an der Kommunikationsgeschichte in den letzten anderthalb Jahrzehnten wieder gewachsen. Dazu mögen die Geschichtswissenschaft, die Kulturwissenschaften und andere Disziplinen, die dezidiert an den Zusammenhängen zwischen der Entstehung der Moderne und der Entwicklung von Öffentlichkeit interessiert sind, beigetragen haben.

Einen nicht gering zu veranschlagenden Anteil daran hat auch das Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte, das seit 1999 erscheint. Es bietet ein interdisziplinäres Forum, das kommunikationshistorische Forschungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit in der Kom­munikationswissenschaft und über deren Fachgrenzen hinweg vorstellt.

Der konzeptionelle Aufbau des Jahrbuchs folgt einem vierteiligen Gliede­rungsprinzip. Der erste Teil ist Aufsätzen vorbehalten. Bevorzugt werden dabei quellennahe, kommunikationshistorische Forschungen, die in ih­ren Fragestellungen sowohl an den Problemen der Vergangenheit als auch an den Interessen der Gegenwart orientiert sind. Die Miszellen, der zweite Teil, bieten aktuelle Forschungsberichte über die Erschließung, Einordnung und Bewertung wichtiger kommunikationshistorischer Quellenbestände. Eine möglichst breite Information über kommunikationshistorische Publika­tionen liefert das Jahrbuch in seinem dritten und vierten Teil: Der ausführliche Rezensionsteil enthält kurze prägnante Besprechungen wichtiger Monographien, Sammlungen und Editionen. Die von Wilbert Ubbens (Bremen) bearbeitete Bibliographie der Aufsatzliteratur wertet mehr als 800 internationale Zeitschriften und Jahrbücher aus zahlreichen relevanten Disziplinen aus und konkretisiert nahezu alle Nachweise durch kurze inhaltliche Annotationen. Ein Register erschließt die wichtigen Sachen und Personen, die im Textteil der Aufsätze und Miszellen Erwähnung finden.


> Editorial

Within the communication studies community, interest in the history of communications has grown again over the last one and a half decades. History, cultural studies and other disciplines dedicated to studying the connections between the birth of modern society and the development of the public sphere may have contributed to this trend.

Since its establishment in 1999, the Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte ("Yearbook for the History of Communications") has played a substantial role as well. It provides an interdisciplinary forum for the presentation of research on the history of communications to a broad audience not only in the field of communication studies but in other disciplines as well.

By design, the yearbook has four major sections. The first, Essays, gives priority to research on the history of communications concentrating on primary sources and focusing both on problems of the past and the interests of the present. Miscellania, the second section, prints current research reports on the publication, classification and evaluation of important primary sources in communications history. The yearbook provides the broadest possible overview of publications in communications history in its third and fourth sections. The comprehensive Reviews section contains brief, incisive discussions of important monographs, compilations and editions. Bibliography, edited by Wilbert Ubbens (Bremen), analyzes more than 800 international journals and yearbooks in numerous relevant disciplines and catalogs the literature with short annotations on content. An index to subjects and persons provides cross-references to the corresponding passages in the sections Essays and Miscellania.