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Franz Steiner Verlag
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Dawid Danilo Bartelt

Nation gegen Hinterland

Der Krieg von Canudos in Brasilien: ein diskursives Ereignis (1874–1903)

1. Auflage 2003.
408 S., 4 s/w Abb., 6 s/w Fotos.
5 Karten, Kartoniert
ISBN 978-3-515-08255-6

Kurztext

Die Arbeit wurde mit dem Friedrich-Meinecke-Preis und mit dem Ernst-Reuter-Preis der Freien Universität Berlin ausgezeichnet.

Im November 1896 zogen einige Dutzend Polizisten ins Hinterland des Nordostens von Brasilien, um aufsässige Bauern zur Räson zu bringen. Ein halbes Jahr später beendeten 10.000 Soldaten vor dem Lehmhüttendorf Canudos den Krieg mit einem Massaker.

Die Arbeit von Dawid Danilo Bartelt ist mehr als eine der seltenen deutschen Studien zu einem Schlüsselereignis der lateinamerikanischen Geschichte. Sie ist eine der fundiertesten historiographischen Arbeiten zu Canudos überhaupt. Bartelt stellt nicht wie üblich das militärische Ereignis oder die religiöse Bewegung in den Mittelpunkt, sondern untersucht das „diskursive Ereignis“ Canudos. Die Verbindung von Diskursanalyse mit Politik- und Sozialgeschichte auf breitester Quellenbasis fördert zu Tage, dass die vielfältige Rede über Canudos weniger dem Krieg als einem universellen Verhältnis galt: dem Verhältnis von Zentrum und Peripherie oder Metropole und Hinterland – hier unter den Vorzeichen von Modernisierung und nationbuilding.

"Ein ungemein spannend geschriebenes und nicht zuletzt wegen seines komplexen methodischen Ansatzes interessantes Werk, das auch für interessierte Laien mit Gewinn gelesen werden kann." Der andere Buchladen

eine "… differenzierte, gut geschriebene Studie…" Historische Zeitschrift

"(...) sin duda una obra exceptional, un análisis histórico ejemplar en el manejo soberano de una enorme cantidad de fuentes primarias, en el desarrollo de sus tesis principales, con una metodología convincente, y con resultados que realmente amplían nuestro entendimiento de un hecho histórico emblemático y de su importancia a través de la historia de los discursos. Y todo este en un lenguaje claro y estilo elegante como pocas veces tenemos el gusto de disfrutarlos en libros académicos y que ojalá no se pierdan en las traducciones que el libro sin duda merece." Iberoamericana

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