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Titel Osteuropäische Geschichte

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Angela Schottenhammer

Das songzeitliche Quanzhou im Spannungsfeld zwischen Zentralregierung und maritimem Handel

Unerwartete Konsequenzen des zentralstaatlichen Zugriffs auf den Reichtum einer Küstenregion

1. Auflage 2002.

Kartoniert
ISBN 978-3-515-07922-8

Kurztext

Entgegen der oft vorgetragenen Lehrmeinung, der konfuzianisch geprägte Staat habe dem Handel prinzipiell negativ gegenübergestanden, wird in der vorliegenden Untersuchung deutlich, daß die Förderung von Handel, Waren- und Geldwirtschaft neben der Einsetzung konfuzianisch ausgebildeter Beamter für regierungsamtliche Aufgaben einen wichtigen Bestandteil der songzeitlichen Staatsräson darstellte. Daher unterstützten die Song-Herrscher auch den Ausbau des privaten Überseehandels. Sie bemühten sich, den über den maritimen Handel entstandenen und in Tauschwerten (vornehmlich Bronzemünzen und Silber) bemessenen Reichtum der Region Quanzhou so effektiv wie möglich für zentralstaatliche Zwecke abzuschöpfen. Ihr spezifischer Zugriff auf den in privaten Händen angehäuften abstrakten Reichtum konfrontierte die Herrscher jedoch mit dem Problem des Abflusses von Bronzemünzen und Edelmetallen ins Ausland – eine Entwicklung, welche die Regierung durch finanzpolitische Maßnahmen, wie die Emission von Papiergeld, ungewollt verschärfte. Im ersten Hauptteil des Buches werden in diesem Zusammenhang die administrativen und institutionellen Besonderheiten der staatlichen Regelung des Überseehandels in Quanzhou untersucht. Der zweite Hauptteil analysiert die ökonomische Entwicklung für den maritimen Handel wichtiger Gewerbezweige sowie die Auswirkungen des zentralstaatlichen Zugriffs auf den regional erwirtschafteten Reichtum.

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