Transatlantische Geschichte

Titel Transatlantische Geschichte

Johannes Dillinger

Die politische Repräsenta­tion der Landbevölkerung

Neuengland und Europa in der Frühen Neuzeit

Transatlantische Historische Studien
Band 34

1. Auflage 2008.
588 S., 3 s/w Tab. 3 Tab., Gebunden

€ 70,00

ISBN 978-3-515-09162-6

Abstract

Im 15. bis 18. Jahrhundert gewährte eine ganze Reihe von Staaten den Bauern das Recht auf institutionalisierte politische Repräsentation in den Ständeversammlungen. Die Formen dieser politischen Repräsentation lassen sich in ihrer ganzen Bedeutung nur in einem groß angelegten, internationalen Vergleich erfassen. So untersucht der Autor sechs in vieler Hinsicht stark verschiedene politische Ordnungen: das koloniale Massachusetts, Schweden, Ostfriesland, das Kurfürstentum Trier, Baden-Baden und Schwäbisch-Österreich.
Der Vergleich zeigt die politische Repräsentation von Bauern in ihrer Vielfalt als ein Element frühmoderner Staatsbildung und wirft ein neues Licht auf die Frage, inwieweit diese institutionalisierte Mitsprache als Vorform von Demokratie angesehen werden kann. Die Repräsentation wird dabei im Sinn einer politischen Kulturgeschichte diskutiert: Neben der Entstehung und dem Ausbau der Repräsentativinstitutionen wird stets vergleichend nach den Auffassungen von Politik gefragt, die sich im Umgang der Bauern mit ihren Partizipationschancen ausdrückten.

Rezensionen

"… Johannes Dillinger [ist] […] eine profunde, in ihrer klaren Systematik und Begrifflichkeit überzeugende vergleichende Studie gelungen, deren Thesen zur Rolle des Ständewesens innerhalb des frühneuzeitlichen Staatsbildungsprozesses wichtige Anregungen für künftige Forschungen geben."
Mark Häberlein, Amerikastudien Bnd. 57, 03/2013

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